2. Februar 2018

Jagd – höllische Qualen und Tod

 

Über dieser Insel müsste eine Flagge mit Totenschädel schweben!

 

Gibt es auch in Europa Jagd auf Delfine und Kleinwale?

Ja, auf den dänischen Färöer-Inseln (Schafsinseln), die zwischen Island und Norwegen im Atlantik liegen. Dort werden überwiegend verirrte Grindwale (eine Delfinart) getötet, immer wieder aber auch Weißseitendelfine, Entenwale und Große Tümmler (Flipper)! Auf der Inselgruppe leben ca. 50.000 Einwohner. Die Färöer-Inseln sind autonom, deswegen greifen die EU-Gesetze dort nicht. Die Rechtfertigung der Bewohner: Tradition der „Grindadráp“. Ein Wort, bei dem es mir eiskalt den Rücken runter läuft. Der Walfang wird dort zwar legal, aber sehr umstritten betrieben. Es gibt 23 Buchten in denen die Treibjagd vollzogen wird. Wobei in 17 Buchten am häufigsten geschlachtet wird.

Mein Bericht: grausamste Abschlachtung, die es heute noch immer gibt. Mir fällt es schwer darüber zu schreiben, denn ich möchte gar nicht die ganze Zeit darüber nachdenken, aber es muss raus in die Welt, was dort passiert!!!

Das Ganze einmal von Anfang an.

Die Färöer-Inseln auch Schafsinseln genannt, bestehen aus 18 Inselgruppen, die zur dänischen Krone gehören. Sie liegen im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Die Inseln sind alle bevölkert, bis auf die kleinste Insel – Lítla Dímun.

Die ca. 48.000 Bewohner nennen sich Färinger. Sie betrachten sich nicht als Dänen, sondern als eigenständiges Volk. Sie sprechen eine eigene Sprache – Färöisch. Früher war die Schafzucht die wichtigste Einnahmequelle, heute ist es die Fischerei. 1990 wurde in den Gewässern um die Inseln herum auch nach Erdöl gebohrt, aber es wurde kein Öl gefunden.

Die Färöerer gehören nicht zur Europäischen Union. Deshalb greifen hier die europäischen Gesetzte nicht. Wegen der Insellage gibt es dort nicht viele Tierarten. Es fehlen z.B. Reptilien, Kröten, Süßwasserfische und Säugetiere – mit zwei Ausnahmen: Kegelrobben sowie Wale. Wobei die Wale und Delfine meist nur weit draußen an den Inseln vorbei ziehen.

Die Fangzone in den Gewässern beträgt 200 Seemeilen. Sie sind im Nordatlantik die fünftgrößte Fischfangnation, mit einer Fangmenge von ca. 580. 000 Tonnen pro Jahr (2005). Über 100.000 Tonnen Fischprodukte werden pro Jahr verkauft. (2005). 25% ist Kabeljau – dann folgt Schellfisch und Seelachs.

Überall im Land gibt es Fischfabriken und ca. 186 Schiffe für den Fischfang. Etwa 3000 Menschen sind in der Wal-Jägerei beschäftigt. Neben der Hochsee-Fischerei gibt es dort noch die Küsten-Fischerei, mit dem typischen Färöer-Boot, das für die Leinen Fischerei ausgestattet ist. Durch den enormen Export von Fischereiprodukten haben die Färinger einen enorm hohen Lebensstandard. Sie verfügen über eine gut entwickelte  Telekommunikations-Infrastruktur und verfügen über ausgewogene politische, rechtliche und soziale Strukturen. Auch der Tourismus auf den Inseln ist sehr hoch.

Walabschlachtung auf den Färöer-Inseln

Vergangenheit:

Traditioneller Walfang
(Bild aus dem Buch “Erzählung der Kreuzfahrt des Segelschiffes Maria
entlang der Färöer Inseln im Sommer 1854″

© Domínio Público/ British Library)

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Die ersten kritischen Berichte tauchten bereits 1959 auf. Man beschrieb die Treibjagd genau, sie wurde als ein Gemetzel beschrieben. Wal-Jäger trieben mit Lärm (wie in Taiji) und Wurfgeschossen, z.B. Schnüre, die am Ende Steine befestigt hatten, in die Nähe der Buchten. Schon vom Boot aus wurde auf die Tiere eingestochen – mit allem was sie zur Hand hatten.

Sie verletzten die Tiere schwer, mit Stichen und mit Schnitten. Mitunter wurden die Tiere mit 20 Stichen verletzt, bis sie den erlösenden Stich bekamen. Die Menschen verfielen in einen Blutrausch. Ob jung ob alt, es war ein Fest und ein Gemetzel, dass Ihnen Freude bereitete.

Die Delfine wurden an Land gespült und die noch am Leben waren, wurden so lange bearbeitet, bis sie endlich starben. Dann wurden die Tiere an Ort und Stelle aufgeschnitten und ausgenommen. Es wurde dokumentiert, dass Männchen, Weibchen, Jungtiere, trächtige Weibchen und auch die Neugeborenen umgebracht wurden.

Sie schnitten die Kälber aus den Leibern der Mütter und warfen die Jungtiere entweder ins Meer zurück, oder in einen Abfallcontainer. Das Fleisch wurde unter den zahlreich erschienenen Menschen aufgeteilt. Der Rest wurde ins Meer geschoben und den Wellen überlassen. So wurde noch bis ca. 1985 gejagt.

Gegenwart:

Jagd heute – Motorboote und Jet-Skis

Heute beschreibt man die Waljagd als etwas weniger grausam, jedoch, wenn man als Walfreund die Bilder und Videos sieht, kann man nicht wirklich von weniger grausam sprechen. Der Grindadráp (Grindtötung, Grindwalfang, Grindwaljagd), wie die Färinger diese Waljagd nennen, ist weiterhin eine unnötige und brutale Art Lebewesen zu töten!
Wal-Jäger – oder auch Landsleute – melden sofort, wenn sie eine Delfinschule sichten. Die zuständigen Behörden entscheiden ob das Wetter es zulässt, einen Grindwalfang zu starten. Meistens findet der Walfang in den Sommermonaten statt, ist aber das ganze Jahr über erlaubt. Über Mobilfunktelefone werden alle beteiligten Personen informiert. Angestellte bekommen frei, Gottesdienste werden unterbrochen. Man versucht so viele Boote wie möglich ins Wasser zu bekommen.

Heute findet die Jagd mit mehreren speziellen Motorbooten und Jet-Skis statt. Um Unterwasserlärm zu erzeugen, wird Sonar eingesetzt, ganz bequem. Die Tiere werden eingekreist und getrieben. Wenn nicht genug Boote im Wasser sind, kann es auch einmal vorkommen, dass eine Delfinschule entkommt, das ist jedoch sehr selten der Fall.

Es kann unter Umständen lange dauern, bis die Wale oder Delfine in die Bucht getrieben sind. Früher, als es noch keine Motorboote gab, hat man nur Delfine die näher an der Bucht waren gefangen. Heute ist es dank der Motoren möglich, auch Delfinschulen die weit draußen ziehen, zu erreichen. Überwiegend werden Grindwale und Weißseitendelfine geschlachtet.

Es gibt Berichte die belegen, dass die Grindwale unter Umständen bis zu 6 – 7 Stunden lang getrieben werden. Sie sind völlig erschöpft, in Panik und teilweise kalben trächtige Weibchen bei der Treibjagd. Sobald die Bucht näher kommt und das Wasser flacher wird, bricht noch mehr Panik unter den Tieren aus, denn die Tiere wissen, sobald sie auf Land treffen und stranden, sterben sie. Sobald die Tiere gestrandet sind, stürzen sich die Menschen ins Wasser.

Auch heute noch verfallen sie in einen Blutrausch. Dies wurde von Leuten bestätigt, die an den Abschlachtungen teilnehmen. Sie beschreiben einen Adrenalinstoß, den sie sehr schätzen. Immer wieder merken diese Leute nicht, dass sie im eiskalten Wasser unterkühlen, so fixiert sind sie auf die Abschlachtung. Heute benutzen die Färinger Fanghaken (Blásturongul) die am Ende abgerundet sind, um die Tiere zu sich her zu ziehen.

Fanghaken (Blásturongul) zur Einführung in das Blasloch des Wals.
©  EileenSanda / 
Bildquelle

Sie werden ins Blasloch der Delfine gerammt. Früher waren das spitze, messerscharfe Geräte, die einfach in den noch lebendigen Delfin gestochen wurden, egal an welcher Stelle des Körpers. Anschließend wird versucht, mit einer extra dafür angefertigten Lanze, mit einem einzigen Stich hinter dem Blasloch, die Delfine in wenigen Sekunden zu töten. Dies ist aber nicht immer möglich, was aber gerne verschwiegen wird, denn das Durchtrennen der Wirbelsäule ist nicht so einfach. In wenigen Augenblicken färbt sich das Wasser rot. Die Tiere schreien entsetzlich. Junge rufen panisch nach ihren Müttern und Mütter nach ihren Jungen.

Je nachdem wie viele Delfine gefangen wurden, kann sich so eine Abschlachtung zwischen einer und mehreren Stunden hinziehen. Die Tiere winden sich im Blut ihrer Artgenossen, bis auch sie den Todesstoß bekommen. Kein Tier wird verschont, egal welches Alter sie haben. Die Menschen lachen, feiern und klatschen.

Egal was man in manchen Berichten auch lesen oder sehen mag. Augenzeugen berichten von einem Fest für die Färinger. Auch Leute die an so einer Grindwaljagd teilnehmen, bestätigen selbst, dass es ein Spaß und eine gute Abwechslung zum Alltag bedeutet, wenn man angerufen wird und an der Jagd teilnehmen kann. Nachdem die Tiere tot sind, werden sie an Land gezogen und aufgeschnitten, sie nennen es: „die Wärme aus den Körpern lassen“.

Oft liegen die Tiere aufgereiht stundenlang in der prallen Sonne, bis man dazu kommt, sie zu zerlegen. In dieser Zeit kann man ungehindert zu den Delfinen gehen. Kinder hüpfen lachend auf den toten Tieren herum, sogar Touristen können sich die Kadaver genau anschauen und Bilder aufnehmen. Die Inselbewohner stört dies nicht, denn sie sind stolz auf ihre getane Arbeit.

In Hvalba, tote Pilotwale
© Wikimedia/ Erik Christensen. Bildquelle

Mittlerweile versucht man das Herausschneiden der ungeborenen Kälber von der Öffentlichkeit zu verheimlichen und wirft die kleinen Kälber in einen Container, damit man sie nicht liegen sieht. Irgendwann schneidet man die Delfine dann in Stücke und verteilt das Fleisch kostenlos zuerst an die Leute, die an der Jagd teilgenommen haben, dann an alle anderen Menschen dort. Normalerweise sind das auch nur die Menschen, die an dieser Bucht leben. Sollte es aber der Fall sein, dass nicht genug Menschen dort Fleisch benötigen, da ihre Gefriertruhen voll sind, wird das Fleisch auch an die umliegenden Inseln weitergegeben.

Auch stimmt es nicht, wie oft behauptet wird, dass es sich hier nicht um einen kommerziellen Walfang handelt. Es ist bewiesen und dokumentiert, dass eine gewisse Menge des Fleisches verpackt wird und auf Märkten und auch im Supermarkt und an Restaurants verkauft wird. Komischerweise kann man das nur in sehr wenigen Berichten lesen. Aber es wurde bildlich festgehalten und von Tierschützern, die vor Ort waren, bestätigt. Außerdem sind im Internet immer wieder Seiten mit Shops aufgetaucht, wo man Grindwalfleisch von den Färöer-Inseln bestellen kann und zwar unter dem Namen Rótikassin.

Auch wenn die offiziellen Berichte etwas anderes erzählen, es ist eine Tatsache, dass auch Geld damit verdient wird.

Vorschriften beim Grindadráp:

Der Grindwalfang wird von den örtlichen Behörden überwacht. Demnach sind die Bootsführer auf den Grindbooten dazu verpflichtet zu überprüfen, dass sich nur erlaubte Grind-Geräte auf dem Boot befinden, z.B. der Grindareiðskapur – Fanghaken, Taue und Grindwal-Messer. Auch darf kein Boot der Küstenseefahrt oder Schiffe der hochmodernen färöischen Fabrikschiffflotte verwendet werden. Es sind nur die Grind-Boote (grindabátur) erlaubt. Grindboote sind kleine motorisierte, färöische Boote, die entweder in der Küstenseefahrt und somit als Leinenfischboot eingesetzt werden, oder privat genutzt Boote. Die Jet-Skis sind scheinbar auch erlaubt.

Nur wenn die Vorschriften zutreffen, darf der Grindwalfang starten. (Angesichts der Geschwindigkeit vom ersten Anruf bis zum Start der Boote die man auf Videos und Berichten sehen kann, bezweifle ich stark, das irgendetwas überprüft wird). Normalerweise wird für den Lärm mittlerweile Sonar eingesetzt, aber es werden auch noch Taue eingesetzt an deren Ende Steine befestigt sind, diese sind erlaubt. Grindwale die auf offener See wieder entkommen, dürfen nicht noch einmal gejagt werden. Auch die Blásturongul – „Blaslochangel“ ist erlaubt. Dieses Gerät ist am Ende abgerundet und ein Seil ist daran befestigt, es wird dem Delfin ins Blasloch gerammt, um ihn an den Strand zu ziehen.

Früher war dies ein spitzer Haken, der einfach ins Fleisch der Tiere gerammt wurde, um sie an den Strand, oder zu sich zu ziehen. Das Gerät nennt sich Sóknarongul, er wird aber heute noch dazu benutzt, um die toten Tiere an Land zu ziehen. Die Tötungsart ist auch vorgeschrieben, sie „muss“ mit einem einzigen Schnitt hinter dem Blasloch erfolgen. Dort befindet sich die Halsschlagader und das Rückenmark, das durchtrennt wird.

Diese Vorschriften werden aber nicht überall eingehalten.

Und so wie es scheint, unterscheidet sich die Art und Weise der Treibjagd und der Abschlachtung je nachdem wo sich die Treibjagd abspielt . So gibt es in manchen Buchten immer noch Abschlachtungen, die einige Färinger selbst nicht gut heißen, da diese so wie sie selbst sagen, viel zu brutal ablaufen.

Am Strand von Torshavn, soll alles sehr gut durchdacht und gut geordnet ablaufen und die Delfine werden angeblich so wenig wie möglich gequält. (Meiner Meinung nach gibt es kein Abschlachten ohne Qualen).

Ein Grindwal wird getötet

Aber in Klaksvik ist es wohl noch schlimmer. Dies ist eine der Gegenden, die für Delfine noch mehr als die Hölle bedeuten. Im Jahr 2010 wurde eine Treibjagd in Klaksvik von der Sea Shepherd Crew dokumentiert und es wurden Fotos geschossen.

Peter Hammarstedt, Erster Offizier des Sea Shepherd Schiffes Bob Barker, hatte sich schon eine Woche lang auf den Färöer-Inseln aufgehalten, als er erfuhr, dass in Klaksvik ein Grindwalfang stattfindet. Er hat sich sofort auf den Weg gemacht und musste unvorstellbare Szenen miterleben.
Die Delfinjäger waren viel zu wenig und die Delfinschule zu groß. 228 Grindwale wurden auf grausame Art und Weise abgeschlachtet. Nicht wie oft behauptet, durch einen Schnitt in die Wirbelsäule, sondern man stach, wie früher schon beschrieben, wahllos auf die Tiere ein. Wie in Bildern festgehalten, waren Delfine dabei, die viele Einstichstellen und Mulden aufwiesen, die von schweren Schlägen herrührten. Einige Delfine wurden unendlich lange gequält bis sie tot waren.

Die am häufigsten genutzten Schlachtbuchten!

228 Grindwale aus den Leben gerissen und in einem Blutbad vernichtet. Trächtige Mütter kalbten und zogen ihre Babys an der Nabelschnur hinterher. Sie wurden dann einfach abgeschnitten und auf den Strand geworfen. Sie brachten alle Tiere um: männliche, weibliche, alte und junge. Kein Delfin blieb am Leben, obwohl die Männer völlig überfordert waren. Sie hätten die Möglichkeit gehabt, eine Anzahl von Tieren einfach ziehen zu lassen, aber sie zogen es vor, sie alle brutal abzuschlachten.

In einigen Berichten ist zu lesen, dass sogar wieder die alten Walhaken, die spitz zulaufen, verwendet wurden. Nach dem Schlachten der Delfine konnte Peter Hammarstedt Bilder von den Delfinen aufnehmen, die deutlich zeigen, wie brutal die Tiere hingerichtet wurden. Danach wurde er von Delfin-Jägern erkannt und verfolgt. Er musste den Ort des Geschehens schnellmöglich verlassen, er hatte die Bilder aber außer Landes geschafft, indem er sie online übertragen hatte. Mit dem nächstmöglichen Flug, hat er dann das Land verlassen.
Klaksvik, ist wahrscheinlich nicht die einzige Gegend, in der so brutal geschlachtet wird.

Von 23 Buchten werden 17 überwiegend genutzt. Obwohl in den Sommermonaten immer wieder verschiedene Walschützer vor Ort sind, ist es nicht möglich Grindwal Abschlachtungen zu verhindern, oder alle zu dokumentieren. Nicht auszudenken, was sich hinter unseren Augen noch abspielt. Klaksvik, dürfte kein Einzelfall sein.
Aber egal ob geordnet wie in Torshavn oder chaotisch wie in Klaksvik, es ist und bleibt ein sinnloses und brutales Schlachten. Die Vorschriften sind lächerlich, es ist ein sinnloses Gemetzel.

Wortbedeutungen:

Grindadráp – Grindtötung/Grindwalfang/Grindwaljagd, Mønustingari – Schnitt durchs Rückenmark, Grind – Grindwalschule/ Grindwalfleisch, oder das gesamte Ereignis des Walfangs, Grindahvalur oder Grindafiskur – Grindfisch, Dráp – Tötung,
Grindaboð! – Grindruf auch Grindmeldung/Grind-Botschaft/Grindalarm, Hvalvágir – sind Wal-Buchten, Blásturongul – Blaslochangel, Grindareiðskapur – Fanghaken, Soknargul oder Grindakrok – Haken.

Warum tun diese Menschen das?

Die Färinger benutzen immer wieder das Wort „Tradition“, andere behaupten das Fleisch unbedingt zum Leben zu brauchen. Die Grindwaljagd war sicherlich früher eine wichtige Fleischbeschaffung. Doch heute, so bestätigen auch einige Färinger selbst, ist es nicht mehr nötig, sondern nur Tradition, Spaß und Sport. Was für eine idiotische Sportart. Einheimische berichten, dass ihre Gefriertruhen bis oben hin voll sind mit Grindwalfleisch, dass ihnen über 10 Jahre lang ausreichen würde. Auch wird bestätigt, dass nicht mehr so viel Grind gegessen wird.

Denn, ein international anerkannter und bekannter färöischer Professor, Herr Pál Weihe, warnte im Jahr 2008 bereits, das Grindwalfleisch zu verzehren (weiter unten mehr dazu).

Abgeschlachtete Weißseitendelfine

Diese Tatsache, soweit die Angaben der Einheimischen stimmen, steht im Widerspruch, weshalb so viele Delfine abgeschlachtet werden. Denn sind die Gefriertruhen voll und wird auch nicht mehr so viel Fleisch gegessen, wo landet dann das viele Fleisch und der Speck? Wird es doch verkauft? Wird das alte Fleisch entsorgt und frisches eingefroren? Essen sie mehr, als sie zugeben? Ist die Delfinjagd doch nur die Gier nach Adrenalin, Unterhaltung und Sport?

Rúni Nielsen – ein Grindwaljagd – Gegner und Tierfreund, hat eine genaue Berechnung gemacht. Er hat die Zahlen der getöteten Tiere und das daraus gewonnene Fleisch und den Speck mit den Einwohnerzahlen verglichen. Demnach besteht ein gewaltiger Überschuss an Fleisch und Speck. Er hat aber sogar jeden Einzelnen die empfohlenen 300 Gramm Walfleisch pro Monat zugerechnet, obwohl eben nicht alle Walfleisch essen und auch Babys und Kleinkinder sind mit einbezogen. Egal wie man es dreht und wendet, es ist ein gewaltiger Überschuss vorhanden. Denn geht man von den Berechnungen aus, müssten nur ca. 60 Tiere pro Jahr getötet werden, um den Bedarf von 300 Gramm pro Monat zu decken. Mal abgesehen von den vollen Gefriertruhen und abgesehen der Tatsache, dass nicht alle das Fleisch essen sollten.

Statistik über "fast" alle Fangzahlen von 1709 bis 2016

Fleichausbeute: 1 Skinn = 38 kg Fleisch („Tvøst“) + 34 kg Speck („Spik“).

Ob die Fangzahlen wirklich so zutreffen!?

Im August 2015 wurden in Fuglafjørður sieben Grindwale lebend gefangen, mit Sendern ausgestattet und wieder freigelassen. Angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken.

Walfleisch ist gesundheitsschädlich!

Quecksilber, PCB (polychlorierten Biphenyle), DDTs (Dichloro-Diphenyl-Trichlorethan-Verbindungen) sind Schadstoffe, mit denen die Grindwale belastet sind und zwar in hohen Konzentrationen.

Das ist keine Erfindung der Walschützer, um den Färingern das Essen von Walfleisch zu vermiesen. Das Walfleisch wurde von vielen verschiedenen, unabhängigen Ärzten, Gesundheitsbehörden und in Studien untersucht, darunter auch von Ärzten von den Färöer-Inseln und auch von der einheimischen Gesundheitsbehörde.

Vorsicht GiftEs gehen schon seit vielen Jahren Warnungen an die Färinger Bevölkerung heraus; sie wollen aber scheinbar nicht viel davon wissen. Laut einer Umfrage würden sie zwar die empfohlene Menge der Mahlzeiten nicht überschreiten und auch Frauen und Kinder würden nur wenig bis gar kein Walfleisch zu sich nehmen, doch die Fangzahlen sprechen eine andere Sprache.

Der Chefarzt der Färöerischen Gesundheitsbehörde, Pál Weihe und auch Høgni Debes Joensen (Chief Medical Officer), gaben bekannt, dass die Grindwale durch die hohen Schadstoffe überhaupt nicht mehr zu Verzehr geeignet sind. Sie sind Spezialisten auf dem Gebiet Umweltmedizin und untersuchten die Auswirkungen von Fisch-, Delfin- und Walfleisch, das toxische Substanzen, wie zum Beispiel PCB und Quecksilber enthält. Die Quecksilberkonzentration im Körper der Färinger Einwohner ist viel zu hoch. Krankheiten wie Parkinson kommen auf den Färöer-Inseln doppelt so häufig vor, als im benachbarten Dänemark.

Schwangere Frauen wurden untersucht und es zeigte sich, dass die Föten im Mutterleib bereits Beeinträchtigungen aufweisen, wie zum Beispiel: motorische Auffälligkeiten, deformierte Gliedmaßen und Probleme im Nervensystem. Außerdem wurden sehr hohe Werte von PCB in der Muttermilch  gefunden. Es gibt noch weitere Begleiterscheinungen durch die langsame Vergiftung. Quecksilber greift unter anderem das Zentralnervensystem und die Nieren an. Die Schadstoffe – 3. DDT, 4. PAH und PCB setzen die Fruchtbarkeit herab, schwächen die Immunabwehr und gelten außerdem als krebserregend. Auch Gedächtnisstörungen sind keine Seltenheit.

2008 wurde daraufhin keine Waljagd durchgeführt. 2009 wurden nur wenige Wale erlegt. Doch 2010 waren die Bedenken bereits über Bord geworfen und es wurden 1107 Tiere getötet. Die Empfehlung heute: Schwangere und die, die es werden wollen, sowie Babys und Kinder sollen das Fleisch meiden oder überhaupt nicht essen. Für alle anderen wird empfohlen, nur noch einmal im Monat ca. 300 Gramm Walfleisch zu essen. Die Färinger geben selbst an, sich an diese Mengen zu halten, wenn auch nicht alle. Viele essen kein Walfleisch, weil es Ihnen nicht schmeckt und wieder andere lehnen sogar die Waljagd ab. Das kann aber nicht stimmen, denn wie wir bereits wissen, laut Berechnung werden viel zu viele Wale abgeschlachtet.

Die Färinger:

Sie werden als höflich, nett, zuvorkommend und sehr gastfreundlich beschrieben.

Anders als in Taiji, werden ruhige Tierschützer, die nicht aggressiv vorgehen, willkommen geheißen. Sie dürfen filmen und fotografieren und man unterhält sich mit ihnen über die Delfinjagd und sie werden sogar sehr gastfreundlich in ihre Häuser eingeladen. Natürlich tun das nicht alle Färinger, aber auch Wal-Jäger, die an der Grindwaljagd teilnehmen, geben gerne Auskunft. Sie verstecken ihre Delfinjagd nicht, sondern lassen Aktivisten zusehen.

Nette Menschen und Massenmord, der mit Begeisterung durchgeführt wird? Dies allein ist mir unverständlich, wenn man bedenkt, wie herzlos und grausam ihre Delfinjagd abläuft.

Delfinabschlachtung – Nette Menschen?

Mütter mit Kindern stehen bei den Schlachtbuchten, schauen zu und freuen sich. Kindern turnen auf den toten Tieren herum und spielen mit den ungeborenen Föten, als ob sie noch am Leben wären. Kinder dürfen direkt dabei sein, wenn den Walen die Leiber aufgeschnitten werden und das Blut in Strömen fließt. Ja es wird ihnen sogar gezeigt wie, man die Föten aus den Leibern schneidet. Die ganze Szenerie hat etwas von einem Fest, wie bei einem Kindergeburtstag! Irgendwie passt das nicht zusammen.

Aber wie es scheint, gibt es unter den Färingern gewaltige Unterschiede was den Charakter angeht.  Je nachdem auf welcher Insel man sich befindet, ändert sich scheinbar das Verhalten der Leute. Sie wollen zwar nach außen hin immer als ein freundliches Volk mit Zusammenhalt dastehen, doch wurden auch schon andere Szenen beobachtet und dokumentiert. Selbst unter den Einheimischen gibt es Streit, wenn eine Delfinschule zwischen zwei verschiedenen Buchten gesichtet wird. Man streitet sich dann teils sogar heftig darum, in welcher Bucht die Abschlachtung stattfinden soll.

Auch können Grindwalgegner ihre Bedenken dort nicht laut äußern, obwohl Meinungsfreiheit gelten sollte. Würde sich ein Färinger öffentlich gegen den Grind stellen, hätte er kein unbeschwertes Leben mehr. Diese Aussage kommt direkt von einem Färischen Grindwalgegner. Diese Leute müssen still hinnehmen, was dort passiert. Ja, es gibt sie, die einheimischen Grindwalgegner, aber helfen können sie leider nicht.

Gesetz, seit 2015 auf den Inseln:

Seit 2015 wurde das Gesetz auf den Färöer-Inseln verschärft. Sowohl Einheimische als auch Touristen, werden dazu verpflichtet gesichtete Wale und Delfine den Behörden zu melden. Tun sie das nicht, droht ihnen eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Färöischen Kronen, das sind in etwa 3350 Euro. Wem das Versäumnis mehrfach nachgewiesen wird, hat man mit bis zu zwei Jahren Haft zu rechnen. Nette Menschen!?  https://sea-shepherd.de/1435-polizei_droht_touristen

Anstatt Schlachten – Walbeobachtungen?

(Keine) Wale für Whale Watching – Tourismus!?

Volker Todt und Roma Spring (Human Dolphin Research – Teneriffa und La Gomera), kennen sich mit Wahlbeobachtungen und auch mit Grindwalen aus. Sie sagen, dass Grindwale sehr gut geeignet sind und wenn man behutsam vorgeht, man sehr nah an die Tiere herankommt.

Ein Beispiel für Whale Watching Grindwale
© Christoph Schmitt
www.ocean-la-gomera.com / Bildquelle

Doch es gibt keine heimischen, ortstreuen Populationen von Grindwalen oder anderen Delfinen bei den Färöer-Inseln, obwohl die Gewässer dort sehr geeignet wären, vor allem auch das Wale und Delfine dort ihre Jungen zur Welt bringen könnten. Rund um die Inseln gibt es genügend Futtertiere wie z.B. Kalmare, schöne ruhige Buchten und ruhige Gewässerabschnitte, um die Jungen aufzuziehen.
Aber bevor es dazu kommt, dass sich dort Wale ansiedeln, werden sie abgeschlachtet. Sie bekommen nicht einmal eine Chance, sich dort zu etablieren. Würden die Färinger mit der Schlachterei endlich aufhören, würde sich zeigen, ob nicht auch dort Walbeobachtungen durchführbar wären. Bis es soweit wäre, könnte man trotzdem Bootstouren anbieten. Denn Dänemark und auch die Färöer-Inseln haben noch andere Naturbeobachtungen zu bieten. Sie werben selbst damit: unberührte Natur, unverdorbene Schönheit, bewahrte Architektur, nordische Küche, frisches Wasser, saubere Luft, aufregende und einzigartige Kombination von bester Natur und bester Kultur.

Im Angesicht dessen, was aber dort passiert, ärgere ich mich maßlos über so eine Werbung. Aber egal, darum geht es jetzt nicht.

Tierfreunde, Walschützer und Aktivisten

Viele Tierfreunde, Walliebhaber, Aktivisten und Organisationen sind gegen das brutale Massaker auf den Färöer-Inseln. Nicht nur weil wir die Tiere lieben, sondern weil dort auch vermittelt wird, das es ein Fest ist, Tiere brutal abzuschlachten. Wer nur ein bisschen Verständnis, ein Herz für Tiere hat und seinen Verstand einschaltet, der kann so etwas auch nicht gut heißen.

Warum wollen wir die Tiere schützen, warum gehen wir dagegen vor?

Weil wir wissen, was für wunderbare, intelligente Tiere wir hier vor uns haben.
Weil wir wissen, dass sie unendliche Qualen erleiden.
Weil wir wissen, wie sozial eingestellt sie sind.

Aber auch weil wir noch nicht einmal genug wissen – um genau festzustellen, wie sehr sie wirklich trauern und leiden. Wir wissen nicht einmal wie viele Grindwale es noch gibt. Was wir aber wissen ist, dass wir sie lieben und das sie es niemals verdient haben, so abgeschlachtet zu werden.

Färinger-Meinung

Die Färinger argumentieren, dass sie nicht zu den Walen fahren, sondern die Wale von selbst zu ihnen kommen. Sie sagen, sie nutzen das Walfleisch nicht, um damit Geld zu verdienen, sondern ausschließlich für die eigene Ernährung. Die Wale sind nicht vom Aussterben bedroht und es ist ihre Tradition und ihr Sport, es hat sich niemand einzumischen.

Sie kritisieren unsere Haltung von sogenannten Nutzvieh. Das diese ihr leben lang eingesperrt sind, gemästet werden um dann im Schlachthof zu sterben. Die Haltung und die Schlachtung sei auch eine grausame Art und Weise. Sie aber schlachten Tiere, die ihr Leben lang frei waren. Da muss  ich den Färingern leider vollkommen recht geben.

Wir müssen auch vor unsere eigenen Haustüre kehren und das tun wir auch. Tierfreunde und Tierschützer setzen sich auch für unsere Tiere ein, auch in Deutschland gibt es noch wahnsinnig viel zu tun. Aber es wird gekämpft, auf allen Fronten. Doch tötet in Deutschland keiner aus Tradition oder zum Spaß (außer ein paar Wahnsinnige).

Auf den Färöer-Inseln geht es aber nicht um Nahrungsbeschaffung. Sie richten ein grausames Massaker an Walen und Delfinen an, nur um ein bisschen Spaß und Tradition zu erleben. Das ist nicht zu akzeptieren.

Walschützer-Meinung

Grindwalfang ist sehr grausam und unnötig, die Färinger benötigen die Delfine nicht um sich zu ernähren.

Es gibt so gut wie kein Entkommen der Wale, da sie schnelle Motorboote einsetzen. Das hat sowieso nichts mehr mit der eigentlichen Tradition zu tun. Das Färöische Gesundheitsministerium warnt davor, dass mit PCB und Quecksilber belastete Fleisch zu essen, deshalb ist das Fleisch nicht zum Verzehr geeignet.

Der Bestand der Grindwale kann nicht abgeschätzt werden, außerdem werden auch junge Grindwale und trächtigen Weibchen dezimiert. Traditionen sind durchaus eine gute Sache. Doch gibt es Traditionen, die aus ethnischen Gründen heute nicht mehr vertretbar sind. Dazu gehören, Tierversuche, Tierquälereien und unsinniges Töten von Tieren. Das alles muss aufhören. Wir sind gegen einen Besuch auf den Färöer-Inseln. Man sollte so ein sinnloses Abschlachten nicht unterstützen.

Viele Tierfreunde und Walschützer tun alles dafür, den Tourismus auf den Färöer-Inseln zu stoppen. Wir unterzeichnen Petitionen, führen Demos durch, schreiben Leute an und machen Menschen darauf aufmerksam, wie brutal dort Wale abgeschlachtet werden. Auch schreiben wir Kreuzfahrt-Unternehmen an und bitten darum, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen. Fast alle deutschen Kreuzfahrtunternehmen haben bereits darauf reagiert und bringen keine Touristen mehr dort hin. Nur ein einziges deutsches Kreuzfahrtunternehmen fährt noch die Färöer-Inseln an.  TUI – Cruises. Sie sperren sich gegen alles und bringen Touristen weiterhin auf die Färöer-Inseln.

Update zu TUI-Cruises 24.11.2017

Nachdem sich bereits AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean bereit erklärt haben die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen, hat sich nun auch Tui-Crusises dazu bereit erklärt die Fahrten zu den Färöer-Inseln einzustellen. Leider kann man noch bis einschließlich 2018 die Fahrten zu den Inseln buchen, aber ab 2019 wird dort kein Schiff von TUI mehr anlanden.

Drei Jahre Kampf und endlich Erfolg.
Unterstützt wurden wir alle durch Udo Lindenberg, er hat sich nach einem Shitstorm (er und seine Band, fuhr mit der TUI zu den Färöer Inseln) bereit erklärt, zu helfen. Nachdem wir ihn aufgeklärt hatten was dort passiert, hat er mit den Verantwortlichen der TUI Cruises gesprochen. Tierschützer, Tierliebhaber und Organisationen haben sich eingesetzt und nun hat TUI eingelenkt. Es ist wichtig das sich deutsche Unternehmen von den Färingern distanzieren.

Vielen Dank an AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd, TransOcean und nun auch an TUI-Cruises.

Zwei verschiedene Varianten um etwas zu ändern!

Aktives Eingreifen

Sea Shepherd war dort jedes Jahr mit Schiffen und auch zu Fuß unterwegs, auf den Färöer-Inseln. Sie versuchten mit aktiven Eingreifen die Färinger daran zu hindern, Wale abzuschlachten. Sie demonstrieren an Land und sagten lauthals ihre Meinung. Sie filmten, fotografierten und waren fassungslos. Sie machten ihrem Ärger Luft. Deshalb wurden dort Crewmitglieder verhaftet und verurteilt, Schiffe wurden beschlagnahmt und Menschen von der Insel verwiesen. Sea Shepherd ist bekannt für ihre harte Vorgehensweise und sie werden deswegen auch als Piraten bezeichnet, die zu brutal agieren. Es ist Ansichtssache, ob man diese Art von Tierschutz unterstützt. Fakt ist, so lange die Sea Shepherd Crew mit Booten und Schiffen vor Ort war, wurden viele Delfine gerettet und das ist ein sichtbarer Erfolg.

Bei den Färingern stößt der Widerstand von den Sea Shepherd natürlich auf großes Unverständnis. Sie sind scheinbar offen, um mit Walschützern zu sprechen, wenn diese sich angemessen benehmen, gehen aber auch voll dagegen vor, wenn man sich zu sehr einmischt. Die Landsleute dort, sind ein überaus stolzes Volk, die ihre Tradition verteidigen. Aber immer wieder kommt es zu Übergriffen auf beiden Seiten.

Mittlerweile hat Sea Shepherd seine offiziellen Aktionen dort eingestellt, viele Crew Mitglieder wurden verhaftet und angeklagt, viele wurden von der Insel verwiesen und dürfen nicht wieder einreisen. Sea Shepherd war zum letzten Mal im Jahr 2015 mit Schiffen und Booten vor Ort. Mittlerweile mussten sie Aufgrund der Schwierigkeiten ihre Strategie ändern.

Lest hier über die Kampagnen von Sea Shepherd:

2014

– Sea Shepherd startet Walschutzkampagne Operation Grindstop 2014 auf den Färöern

– Ein Update zu GrindStop 2014

– Sea Shepherd verhindert Grindwalblutbad auf den Färöer-Inseln

2015

– Sea Shepherd darf 2015 auf die Färöer zurückkehren

– Sea Shepherd leitet erfolgreich hunderte Delfine und Grindwale weg von den Tötungsstränden der Färöer

– Sea Shepherd beendet aufreibende Kampagne zum Schutz der Grindwale auf den Färöern

– Das Töten dauert an. Weitere Grindwale an den Küsten der Färöer abgeschlachtet.

2016 Strategiewechsel – keine Schiffe und Boote mehr vor Ort!

– Sea Shepherd bereitet rechtliche Schritte gegen Dänemark vor – an den Küsten der Färöer fließt erneut Blut

– Das erste Blut wurde bei der diesjährigen Grindwaljagd an den Küsten der dänischen Färöer Inseln vergossen

– Schauspieler Ross McCall stellt Doku über das Grindwalmassaker auf den Färöern vor

– Sea Shepherd Global startet „Operation Bloody Fjords

– Es wird Zeit, den Kampf gegen den brutalen Grindwalfang auf globaler Ebene voranzutreiben

2017

– Update OPERATION BLOODY FJORDS: Völlig unbemerkt von der färöischen Regierung dokumentieren verdeckte Patrouillen das Abschlachten

– Ein blutiger Sommer in den Fjorden – teilt es Euren Politikern mit!

– Acht Abschlachtungen in sechs Wochen: Sea Shepherd setzt seinen Kampf gegen das Grind fort

Weitere Berichte:

https://sea-shepherd.de/grindstop/updates/news-commentary.html

 

Reden und Aufklären

Es gibt Walschützer und Organisationen, die es als falsch ansehen, mit Gewalt zu versuchen, die Färinger am Walfang zu hindern. Sie bevorzugen den freundschaftlichen Dialog. Das ist natürlich zu überlegen. Hat man ein stolzes, verbissenes Volk vor sich, die keine Einmischung dulden, wird man mit Angriffen wahrscheinlich nicht viel erreichen.

Ehrlich gesagt, ich könnte es nicht. Niemals könnte ich einen Menschen die Hand reichen, der Tiere so brutal abschlachtet, mir würde es eiskalt den Rücken runter laufen. Aber gut wenn es Menschen gibt, die so etwas können. Vielleicht ist es auch ein Weg, den Färingern freundlich zu begegnen und ihnen klar zu machen, dass es falsch ist, was sie tun, weil sie das Fleisch nicht benötigen und die Waljagd als Sport nicht zu akzeptieren ist.

Ich weiß es nicht. Ich habe mit beiden Seiten gesprochen, mit Walschützern der Aktivisten-Seite, die eine härtere Gangart fahren und mit Walschützern, die den freundschaftlichen Dialog suchen. Beiden Seiten haben gute Argumente, die ihnen Recht geben. Eventuell führt beides zusammen zum Erfolg. Reden und Handeln!

Was klar ist

Es gibt keinerlei wirkliche Gründe, welche das Töten von Grindwalen und Delfinen rechtfertigt. Diese Massaker haben deshalb nur noch „Volksfest-Charakter und gehören abgeschafft.

Es würde auch anders gehen

Hören sie mit dem Schlachten auf, wird man bei den Suchanfragen über die Färöer-Inseln irgendwann keine grausamen Bilder mehr sehen. Wir könnten Werbung machen für den Tourismus und uns positiv für die Inseln einsetzen, der Tourismus könnte weiter angekurbelt werden.

Die Wal-Jäger verdienen angeblich kein Geld mit dem Walfleisch…sie könnten aber Geld verdienen mit Bootstouren zu Walen und zu Robben und was sie sonst noch zu bieten haben. Am Festland gibt es auch genug für die Touristen zu bewundern. Es könnte so schön sein.

Lösungen

Es gibt zurzeit keine schnelle Lösung, außer die Färinger stellen aus eigener Überzeugung den Walfang ein. Denn, wie auch in Taiji – Japan, werden Fremde von außen wahrscheinlich nichts bewirken können. Je mehr dagegen vorgegangen wird, desto mehr gehen die stolzen, aber auch sturen Landsleute dagegen an. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr es Delfin- und Walfreunden ans Herz geht, Jahr für Jahr die Abschlachtungen zu sehen. Natürlich kann man damit argumentieren, dass man sich das dann nicht anschauen soll. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man weiß, dass dort so schmerzempfindende und soziale Tiere unglaublich leiden und abgeschlachtet werden.

Die Färinger müssten endlich erkennen, dass es Traditionen gibt, die heute nicht mehr aufrechterhalten werden müssen. Internationale Kritik wird als Einmischung in nationale Angelegenheiten empfunden – es geht aber um die Tiere die man schützen möchte.

Fazit

Aggressives Verhalten und die Behinderung der Grindwaljagd durch Sea Shepherd, oder den Färingern klarmachen, um was es geht! Hin oder her, ich bin auf jeden Fall dafür, alles zu versuchen, um die Abschlachtungen zu verhindern. Jeder sollte das tun was er für richtig hält. Jeder gibt sein Bestes. Ich habe eine unendliche Wut in mir über das was dort passiert. Mir wird schlecht wenn ich mir die Bilder ansehe und ich kann das alles einfach nicht verstehen. Wie können Menschen nur so grausam sein.

In Japan, wie auch auf den Färöer-Inseln, hat es all die Jahre nichts gebracht, weder mit Bitten, die Jagd einzustellen, noch mit aggressiven Vorgehen. Aber die Bemühungen, das Schlachten zu beenden, müssen weiter gehen. Zum einen, indem man die Menschen dort aufklärt, wie gesundheitsschädlich der Verzehr von Walfleisch ist und zum anderen, indem man Ihnen klar macht macht, wie toll die Wale wirklich sind und das man Ihnen vor Augen führt, dass sie Ihren Tourismus ankurbeln können, wenn sie die Wale am Leben lassen und stattdessen Bootstouren zu den Walen anbieten.

Außerdem mit Dokumentieren was dort geschieht, mit Aufklären von Touristen und mit Zeigen, dass man gegen all diese Grausamkeiten ist. Die Färinger werden eigentlich als nette Leute beschrieben, ich verstehe nicht, warum sie sich dann so dagegen sperren, auch Nettes zu tun. Warum lassen sie zu, dass man sie hasst, anstatt dass man sie feiert? Sie sollten die Wale ehren, dass sie sich so lange von Ihnen ernähren konnten, aber die Zeit jetzt vorbei ist. Sie könnten jetzt die Wale schützen, ihnen eine Heimat anbieten und mit Ihnen leben. Jetzt wäre der Zeitpunkt, um alles zu verändern und darauf könnten sie dann stolz sein.

Um alles noch besser zu verstehen, ein Video von der Organisation Save the Ocean

Ein weiteres unnötiges töten auf den Färöer-Inseln

Papageitaucher (Fratercula arctica)

Seevögel, sie werden zu tausenden auf den Färöer-Inseln gejagt und verzehrt. Der Bestand vieler Seevögel ist durch Klimawandel, Nahrungsknappheit, Verschmutzungen und Fischernetzen am Limit angekommen. Unter anderem sind seit einiger Zeit auch die Papageitaucher vom Aussterben bedroht und eigentlich eine mittlerweile geschützte Art auf den Färöer-Inseln. Aber noch immer werden verschiedene Seevögel dort Illegal bejagt. Sollte die Jagd dort so weitergehen wie bisher, werden z.B. die Papageientaucher bis zum Jahr 2025 ausgerottet sein.

Die Vögel werden sowohl zu Wasser mit Booten und Keschern, als auch zu Land mit Netzen und Vogelfangstangen eingefangen. Gejagt werden: Ringellummen (Trottellummen), Krähenscharben, Eissturmvögel, Tordalken und Papageitaucher.

Informationen über die Seevögel auf den Färöer-Inseln:

https://sea-shepherd.de/news/

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Färöer-aktuell

Färöer-Inseln, aktuelle Zahlen. Überwiegend in den Sommermonaten werden dort Grindwale getötet. Aber auch Weißseitendelfine sind ihre Opfer. Immer wieder einmal stranden dort auch Delfine, anstatt sie zu retten wie es andere tun, schneiden die Färinger ihnen einfach die Kehle durch. Grausam und unnötig.

Walfang-Island

Walfang Island – Reykjavik Whale Watching mit gleichzeitiger Walabschlachtung!
Island jagt seit 2003 wieder Zwergwale (Minkwale) und die vom Aussterben bedrohten Finnwale. Die Zwergwale werden für den heimischen Verzehr, aber auch für den Tourismus gefangen. Finnwale werden nach Japan exportiert.

Färöer-Inseln

Färöer-Inseln! Jagd – höllische Qualen und Tod – über dieser Insel müsste eine Flagge mit Totenschädel schweben! Gibt es auch in Europa Jagd auf Delfine und Kleinwale? Ja, auf den dänischen Färöer-Inseln (Schafsinseln), die zwischen Island und Norwegen im Atlantik liegen. Die Opfer, überwiegend Grindwale.

Taiji – Die Bucht

Hier erzähle ich euch über die unglaublich grausame Abschlachtung von Walen und Delfinen. Sie findet in Japan, an dem Küstenort Taiji statt. Jedes Jahr werden in der Zeit zwischen September und März hunderte Delfine und Kleinwale auf ganz besonders grausame Art und Weise abgeschlachtet. Sie werden gejagt, …

Delfinmord in Peru

Delfinmord in Peru. Massaker an Delfinen und Haien sowie illegaler Delfinfleischverkauf! Hier werden gleich zwei verschiedene Meeresbewohner grausam geschändet! Die Jagd auf Delfine in Peru ist verboten. Es werden aber immer noch bis zu 15.000 Delfine gejagt und getötet um Haie anzulocken.

Ric und Taiji

Die Wahrheit kommt ans Licht – und in die Welt!
Hier die Geschichte, über den Film „die Bucht“ wie er entstand und wie sich Louie Psihoyos und Richard O‘ Barry kennengelernt haben. Außerdem Informationen über Hans-Peter-Roth Autor das Buch „die Bucht“…

Das Buch-Der Film

Vorstellung: Das Buch: Die Bucht (The Cove) – Flippers grausames Erbe und der Film – Die Bucht (The Cove) – Oscar®-prämierten Dokumentarfilm! Nur wer den Film gesehen und das Bucht gelesen hat, kann sich ein vollständiges Bild über Japan/ Taiji machen. Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfinarien!

taiji-japan

Taiji – aktuell

Taiji Japan – die blutige Wahrheit!
Taiji aktuell – 2017 und 2018. Hier findet ihr die aktuelle Zahlen von den Delfin-Abschlachtungen und Gefangennahmen in Japan Taiji. Bitte keine Eintrittskarten für Delfinarien kaufen, denn damit unterstützt Ihr die Delfinmörder in Japan/Taiji, sie fangen und verkaufen Delfine an Delfinarien. Vielen Dank!

Walfang-Japan

In den letzten 20 Jahren tötete Japan rund 20. 000 Großwale. Ein Fangverbot wurde nur kurzfristig eingehalten. Japan rechtfertigt die Wiederaufnahme des Walfangs, indem sie behaupten die Wale nur zu Forschungszwecken zu töten. Sie haben dafür extra Forschungsprogramme entworfen …

Walfang-Norwegen

Walfang-Norwegen! Wale beobachten und Wale abschlachten, beides bietet Norwegen!
Eine der größten Walfangstationen der Welt! Jedes Jahr am 1. April beginnt die Jagdsaison. Sie machen jagt auf Wale und zwar in sehr großen Mengen, obwohl das Fleisch dort nicht wirklich beliebt ist und ein Verlustgeschäft.