13. Juli 2017

Handel, Vergnügen und Versorgung

gegen

Verschmutzung, Ausbeutung und Zerstörung!

 

Immer mehr und immer größere Schiffe, bedeuten immer mehr und immer größere Gefahren. Umweltverschmutzung durch Öl und anderen Schad- und Giftstoffen. Versunkene Schiffe und Munition. Kollisionen mit Meerestieren. Verletzungen durch Schiffsschrauben. Containerverluste, illegale Schiffsreinigungen, Lärmverschmutzung, Artenverschleppung, Vermüllung durch Abfall der absichtlich oder unabsichtlich über Bord geht, Militärübungen, die Liste könnte man noch ewig weiter führen. Unzählige Gefahren durch die Schifffahrt.

 

Der Lebensraum Meer

Ca. 71 Prozent der Erdoberfläche, also mehr als zwei Drittel, sind ausschließlich von Meer bedeckt. Der Ursprung aller Lebewesen. Wasser das wir zum Leben brauchen.
Denn rund 70 Prozent des Sauerstoffs, wird von der Meeresflora produziert.
Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen den Seeweg zum Transport von Gütern. Zuerst mit Segelschiffen, aber heute fahren dort riesige Kreuzfahrt- Container- und Fracht- und Fangschiffe.

Wir nutzen die Meere für Erholung und Spaß, für den Handel mit Waren, wir versorgen uns mit Fisch und Meeresfrüchten und lassen uns von A nach B fahren. Nicht zuletzt auch zur Verteidigung der Menschen, durch das Militär. Aber wir beuten das Meer aus, wir verschmutzen und zerstören es. Dankbarkeit beweisen wir dadurch nicht.

Der große Wirtschaftsfaktor Meer – rund 1,2 Milliarden Euro jährlich werden umgesetzt.

Schiffsaufkommen

 

Handelsschiffe:

Der Transportweg über das Meer, unschlagbar billig. 45 000 Handelsschiffe sind jährlich auf den Meeren unterwegs um fast 7 Milliarden Tonnen Ware von A nach B zu transportieren. Das sind mehr als zwei Drittel des kompletten Frachtaufkommens weltweit.
Kaum ein Ziel das nicht erreicht werden kann und die Anzahl der Handelsschiffe wächst immer weiter. Das Meer ist der Wirtschaftsraum Nummer 1 und wird es auch bleiben. Riesige Containerhäfen werden von riesigen Containerschiffen angelaufen. Unfassbar!

Die 20 größten Containerhäfen mit Umschlag pro Jahr:

Platz 1 Hafen: Shanghai, China, Umschlag: 33,6 Millionen Container
Platz 2 Hafen: Singapur, Umschlag: 32,6 Millionen Container
Platz 3 Hafen: Shenzhen, China, Umschlag: 23.3 Millionen Container
Platz 4 Hafen: Hongkong, China, Umschlag: 22,3 Millionen Container
Platz 5 Hafen: Busan, Südkorea, Umschlag: 17,7 Millionen Container
Platz 6 Hafen: Ningbo, China, Umschlag: 17,3 Millionen Container
Platz 7 Hafen: Qingdao, China, Umschlag: 15,5 Millionen Container
Platz 8 Hafen: Guangzhou, China, Umschlag: 15,3 Millionen Container
Platz 9 Hafen: Los Angeles, USA, Umschlag: 14,6 Millionen Container
Platz 10 Hafen: Dubai, VAE, Umschlag: 13,6 Millionen Container
Platz 11 Hafen: Tianjin, China, Umschlag: 13 Millionen Container
Platz 12 Hafen: Rotterdam, Niederlande, Umschlag: 11,6 Millionen Container
Platz 13 Hafen: Port Kelang, Malaysia, Umschlag: 10,4 Millionen Container
Platz 14 Hafen: Kaohsiung, Taiwan, Umschlag: 9,9 Millionen Container
Platz 15 Hafen: Dalian, China, Umschlag: 9,9 Millionen Container
Platz 16 Hafen: Hamburg, Deutschland, Umschlag: 9,3 Millionen Container
Platz 17 Hafen: Antwerpen, Belgien, Umschlag: 8,6 Millionen Container
Platz 18 Hafen: Xiamen, China, Umschlag: 8,08 Millionen Container
Platz 19 Hafen: Tanjung Pelepas, Malaysia, Umschlag: 7,6 Millionen Container
Platz 20. Hafen: Laem Chabang, Thailand, Umschlag: 6 Millionen Container

 Tanker:

Knapp ein Drittel des seegebundenen Welthandels entfällt auf den Transport von Rohöl. Aber Tanker haben auch andere Flüssigkeiten die sie transportieren. Ob Rohöl, Ölprodukte wie Benzin, Chemikalien, Flüssiggas oder Orangensaftkonzentrat. Sie laden ihre Bäuche voll bis zum Rand und schippern los. Egal ob Binnenschifffahrt oder Seeschifffahrt über all ist der Teufel los.

Güter, Personen, Flüssigkeiten und vieles mehr werden in der Binnenschifffahrt über Kanäle, Flüsse und über Seen, in der Seeschifffahrt über das Meer transportiert. Im Jahr 2016 lag das Transportaufkommen in der Binnenschifffahrt in Deutschland bei ungefähr 293 Millionen Tonnen. Weltweit ist es wahrscheinlich nicht einmal richtig zu ermitteln.

Passagierschiffe und Kreuzfahrtschiffe:

Eine Kreuzfahrt die ist lustig, eine Kreuzfahrt die ist schön….
Kreuzfahrtschiffe betritt man um eine lange Urlaubsreise auf den Weltmeeren (Hochseekreuzfahrt) zu machen, oder aber man macht eine Flusskreuzfahrt. Weltweit gibt es circa 6.500 Passagierschiffe – davon etwa 300 Kreuzfahrtschiffe. Sieht man sich die größten Passagier- und Kreuzfahrschiffe an, kann einem schon manchmal Angst werden, denn die Ausmaße dieser Giganten ist einfach unvorstellbar. Aber es gibt auch bedeutend kleinere Passagierschiffe, die nicht so weite Strecken fahren.

Harmony of the Seas, das größte Kreuzfahrtschiff der Welt (Stand: 2017)

Länge: 362,12 m
Breite: 66 m
Seitenhöhe: 65 m
Tiefgang: max. 9,322 m
Verdrängung: 100.000 t
Besatzung: 2384
Maschinenleistung: 97.000 kW (131.883 PS)
Dienstgeschwindigkeit: 22 kn (41 km/h)
Energieversorgung: Wärtsilä-Dieselmotoren
Propeller: 3 × Azipod je 20000 kW
Tragfähigkeit: 20.236 tdw
Zugel. Passagierzahl: 6.780

Weitere Schifftypen:

Ruderschiffe, Segelschiffe, Dampfschiffe, Motorschiffe, Frachtschiffe, Fischereischiffe, Fahrgastschiffe, Kriegsschiffe, U-Boote, Minenfahrzeuge, Kampfschiffe, Kreuzer, Panzer- und Großkampfschiffe, Träger, Zerstörer, Hilfsschiffe, Landungsfahrzeuge, Spezialschiffe/Arbeitsschiffe. Die verschiedenen Schiffstypen unterteilen sich noch in unzählbare weitere Schiffe.

Bootstypen:

After, Argenboot, Auslegerkanu, Barke, Barkasse, Canadier, Dalca, Einbaum, Falmouth Quay-punt, Faltboot, Gig, Gondel, Hausboot, Jolle, Jollenkreuzer, Kanu, Kajak, Kahn, Katamaran, Keelboat, Kutter, Leichter, Sampan, Motorboot, Narrowboat, Nachen, Pénichette, Pinasse, Piroge, Plätte, Portland Lerret, Prahm, Rettungsboot, Ruderboot, Ruderschiff, Schlauchboot, Schute, Yacht, Zille. Natürlich sind nicht alle Boots- und Schiffstypen mit Motoren ausgestattet.

Ich möchte euch mit der Liste nur vor Augen führen, was alles auf unseren Ozeanen und in unseren Flüssen, Seen, Kanälen usw. unterwegs ist. Da ist die Hölle los!

Wenn ihr euch noch genauer informieren wollte, dann schaut einmal auf der folgenden Internetseite:
Liste von Schiffstypen

Bei MarineTraffic könnt Ihr live den Schiffsverkehr beobachten, mit Suchfunktion. Aber Vorsicht, wer sich schon bewusst ist, welche Auswirkungen der Schiffsverkehr auf unsere Umwelt und unsere Meereslebewesen hat, dem könnte bei dem Anblick übel werden  🙁

Screenshot - Marinetraffic

Screenshot – MarineTraffic

Die zahlreichen Piratenschiffe sind natürlich nicht erfasst. Wir haben unheimlich viele Vorteile durch die Schifffahrt, doch die möchte ich hier gar nicht ansprechen, denn dessen ist sich glaube ich, jeder bewusst. Doch sind wir uns auch der Nachteile bewusst? Sicherlich kann man nicht alle Schiffe von den Meeren nehmen, doch alles was aus Luxusgründen dort unterwegs ist, sollte massiv eingeschränkt werden.

Nord- und Ostsee hohes Schiffsaufkommen!

 

Nordsee – Wattenmeer

An der Nordseeküste der Niederlande, Deutschland und Dänemark befindet sich das größte Wattenmeer auf der ganzen Welt. Die Nordsee ist ein Teil des Atlantischen Ozeans. Sie ist rund 10 000 Quadratkilometer groß und 94 Meter tief. Dort findet man riesige Wattflächen, Flachwasserbereiche, Priele, Sandbänke, Dünen und Salzwiesen und natürlich bei Flut riesige Wassermengen.

Von Watt spricht man, wenn das Wasser durch sogenannte Priele abgeflossen ist und sich der Bodengrund freilegt, man spricht dann von Niedrigwasser. Bei Hochwasser wird das Watt wieder überflutet. Der zeitliche Abstand zwischen Hoch – und Niedrigwasser beträgt ungefähr sechs Stunden und zwölf Minuten. Das Wattenmeer hat eine sehr große Artenvielfalt. Viele zahllose Würmer, Muscheln, Schnecken und Krebse kommen dort vor. Deshalb finden dort gerade unsere gefiederten Freunde einen einzigartigen Lebensraum vor. Es gibt dort viele Brutvögeln und rund zehn Millionen Zugvögel.

Einige Tierarten in und an der Nordsee:

Austernfischer, Brandgans, Flunder, Hering, Herzmuscheln, Kabeljau, Kegelrobbe, Lachmöwen, Makrele, Miesmuscheln, Nordseegarnele, Queller, Ringelgans, Schafe, Scholle, Seehund, Seestern, Silbermöwe, Strandflieder, Strandhafer, Wattwurm und Schweinswale!

Geschütztes Wattenmeer und doch Schiffe ohne Ende

Fast das gesamte Wattenmeer steht unter Naturschutz. Auf der deutschen Seite ist viel als Nationalpark geschützt. Aber es gibt gerade im Wattenmeer viele Schifffahrtsrouten, die für die Industrie sehr wichtig sind. Die Nordsee selbst ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten. Die südliche Nordsee ist zusammen mit dem angrenzenden Ärmelkanal die mit am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Welt. Nordwesteuropa ist aber stark industrialisiert, mehrere wichtige Häfen Europas liegen direkt am Wattenmeer. Schiffe aus Wilhelmshaven, Hamburg, Bremerhaven, Esbjerg, Schiffe vom Nord-Ostsee-Kanal und aus größeren und kleineren Häfen fahren direkt durch das Wattenmeer.

Alle Art von Schiffstypen kann man dort antreffen. Dort treffen sich kleine Freizeitboote, Fischerboote, Ausflugsschiffe, Tanker und Containerschiffe. Der Güterverkehr ist dort sehr hoch, vor allem wird dort fast das gesamte Erdöl durchgeschifft, das nach Nord- und Nordwesteuropa geliefert wird. Durch den Schiffsverkehr entsteht eine große Lärmverschmutzung, Verschmutzung durch Containerverluste, Verschmutzung durch Öl und weiteren Chemikalien die bei Schiffsunfällen aber auch bei illegalen Schiffsreinigungen ins Meer gespült werden. Europas größte Häfen befinden sich an der Nordsee. Die vier größten Containerhäfen sind: Rotterdam, Hamburg, Antwerpen, Bremen/Bremerhaven. Die kleineren Häfen haben schon lange an Bedeutung verloren. Der Containerumschlag hat sich in den letzten Jahren um zwei Drittel erhöht.

Wie viele Schiffe?

27.902 Seeschiffe und 100.000 Binnenschiffe laufen jährlich allein nur den Hafen von Rotterdam an. Der Hamburger Hafen wird von rund 10.000 Seeschiffen pro Jahr angelaufen. RWE, der Energiekonzern, plant eine Ausweitung der Ölförderung im eigentlich streng geschützten Wattenmeer. Anscheinend reicht es noch nicht. Seit 1987 zerstört RWE das Wattenmeer. Es steht dort die Öl-Plattform „Mittelplate“. Dadurch wurden viele Eingriffe ins Wattenmeer gemacht. Sie haben eine Pipeline gebaut, gebuddelt, um Stromkabel zu verlegen, Lärm durch seismische Untersuchungen und Versorgungsschiffe legen Tag für Tag dort an.

RWE hat in den letzten Jahren ca. 50.000 Quadratmeter Watt und Priele überbaut und plant nun Ölbohrungen im niedersächsischen und im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Sollten diese genehmigt werden und erfolgreich sein, entstehen dort weitere Öl-Plattformen. Nicht einmal eine einzige Öl-Plattform sollte dort stehen. Völlig unverständlich! Es gibt genug davon! Es wird Zeit sich Gedanken über alternative Energien zu machen.

 

Ostsee – Binnenmeer

Ein Binnenmeer (niederdeutsch binnen ‚innen‘) ist ein großes Nebenmeer, das mit einem Meer oder Ozean durch eine Meerenge (Meeresstraße) verbunden ist. Die Ostsee hat eine Größe von 404 345 Quadratkilometer, ist im Durchschnitt 53 Meter tief und hat ein Wasservolumen von 21600 Kubikkilometer. Ein Liter Salzwasser, der von der Nordsee in die Ostsee fließt, braucht statistisch gesehen 25 bis 35 Jahre, bis er wieder zurück fließt. In der Nordsee sind es vier Jahre, bis ein Liter Wasser wieder im offenen Atlantik ist.

Einige Tierarten in und an der Ostsee:

Seehunde, Kegelrobben, Ringelrobben, Dorsch, Hering, Sprotte, Zander, Schnäpel, Barsch, Seeadler, Eisente, Lummen, Seeschwalben, Saat- und Blässgänse, Singschwäne und Schweinswale

Wie viele Schiffe?

2000 Schiffe sind Tag und Nacht in der Ostsee unterwegs. 100.000 fahren jährlich in das Binnenmeer ein und aus. Zwischen den Ostseehäfen pendeln weitere Schiffe hin und her. Das gibt in etwa eine Gesamtzahl von mehr als 400.000 Schiffsbewegungen im Jahr.

Zum Beispiel:

Der Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Nordsee (Elbmündung) mit der Ostsee (Kieler Förde). Diese künstliche Bundeswasserstraße ist die meistbefahrene Wasserstraße für Seeschiffe weltweit. Im Jahr 2016 passierten ihn 29.284 Schiffe (2015: 32.091, 2014: 32.589, 2013: 31.097, 2012: 34.879, 2011: 33.522). Bis zu 60 000 Schiffe passieren das Nadelöhr Kadetrinne pro Jahr, davon mehrere tausende Öltanker. Die Ostsee zählt bereits jetzt zu den weltweit am stärksten – durch Schiffsverkehr – belasteten Meer. Sie muss bis zu 15 Prozent der gesamten Weltschifffahrt verkraften.

In den letzten 10 Jahren hat sich der Tankerverkehr mit Öl verdoppelt und es ist kein Ende des Anstiegs in Sicht. Bis zum Jahr 2030 sollen bis zu 400 Millionen Tonnen Öl pro Jahr transportiert werden. Es ist zu hoffen, dass nicht wieder große Tankerunfälle hinzukommen, denn schon kleine Verschmutzungen schaden dem Binnenmeer, da der Wasseraustausch sehr langsam von statten geht. Die Belastung durch Nährstoff Überdüngung ist jetzt schon groß und führt immer wieder zu großen Schäden.

Wale in Deutschland

Der Schweinswal und auch sein Lebensraum steht unter dem Schutz des North Seas“ (ASCOBANS), der EU-Habitat-Direktive (FFH-Richtlinie, Natura 2000)“ und des Agreement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic. Denn viele verschiedene Aktionen und Aktivitäten der Menschen bedrohen den Bestand. Der größte Feind ist die Fischerei mit ihren Grund- Stell und Treibnetzen, vor allem auch in der Ostsee. Die Meeressäugetiere verfangen sich und ertrinken.

Auch die Ölförderung und die Offshore-Windkraftanlagen zerstören die Lebensräume und drängen den Schweinswal zurück. Der Lärm des Schiffsverkehrs und die damit verbundenen Chemikalien setzten den kleinen Walen zu. In der Ostsee hat sich auch eine Unterart des Schweinswals entwickelt. An der Darßer Schwelle leben bis zu 600 Schweinswale, die sich dort fest etabliert haben und sich ein bisschen von den gewöhnlichen Schweinswalen unterscheiden. Die Ostsee-Schweinswale gehören mittlerweile zu dem am stärksten gefährdeten Kleinwalarten in Europa.

Schutz und Verbesserungen – was kann man tun, was muss man tun?

Gerade, weil der Schiffsverkehr immer mehr zunimmt und schon wirklich ein großes Verkehrsaufkommen in den Ozeanen stattfindet, muss man hier ganz genau aufpassen, die Meere nicht noch mehr mit Schadstoffen und Müll usw. zu belasten. Aber genau da gibt es Defizite ohne Ende. Zu viel Schadstoffe, zu viel Müll, zu viel Kollisionen, zu viel verloren gegangene Container, einfach insgesamt zu viel Zerstörung und Belastung für die Meere.

Es gibt viele gute Ideen und viele Möglichkeiten für eine Verbesserung.

Die Schifffahrt sicherer zu machen, wie die Erhöhung der technischen Sicherheit, gute Ausbildung und ausreichend Personal, gute Lenkungs-und Überwachungsregeln, automatische Überwachungssysteme, Meldepflichten, um Unfallgefahren frühzeitig vermeiden zu können, die Pflicht einen Lotsen an Bord zu nehmen, Filteranlagen und besserer Kraftstoff und vor allem mehr Bewusstsein für Gefahren, für die Umwelt und die Tiere.

Nicht alles lässt sich vermeiden, aber vieles wäre dann besser. Bis zu 80 Prozent der Unfälle auf den Meeren führt auf menschliches Versagen zurück. Deshalb ist jeder, der ein Schiff lenkt, und jeder der dort arbeitet verpflichtet sein Bestes zu geben. Aber auch die Menschen an Land haben ihren Beitrag zu leisten.

Die Öltanker sind und bleiben schwimmende Katastrophen und die Frage ist nicht ob das nächste Unglück passiert, sondern wann es passieren wird. Gerade deshalb sollten ganz besonders hier noch viel mehr Schutzmaßnahmen ins Leben gerufen werden. Es gibt sie schon, werden aber nicht ausreichend durchgesetzt, denn die Kosten sind hoch. (Doppelhüllentanker, eine Verbesserung und Schutz für die Meere, ich hoffe sie werden sich für alle Schiffe durchsetzen denn nicht nur Öltanker können Leck schlagen). Doch ist ein Tanker beschädigt oder geht unter, kostet es unter Umständen viele, viele Millionen, wenn nicht sogar Milliarden, um den Schaden zu beheben. Aber auch wenn der Tanker geborgen ist.

Zurück bleibt die Verschmutzung der Meere und die toten Tiere. Das ist nicht wieder gut zu machen, dass wird uns Jahrzehnte lang begleiten. Der Meeresboden und auch die Strände sind dann verseucht und die Gifte reichern sich in den Lebewesen an; auch in uns Menschen, das muss man sich vor Augen halten.

Es ist schwierig und schlimmer als gedacht

Zu viele Schiffe, Munition, Emissionen, Schiffskollisionen, Abwasser, Invasive Arten, Schadstoffbelastung, Containerverluste, tote Tiere und Störung von Nistplätzen, Zerstörung von Lebensraum und vieles, vieles mehr. Erst wenn man sich damit beschäftigt, sieht man was alles dahin steckt. Es ist wirklich schlimmer als gedacht!  🙁

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