11. Dezember 2017

Taiji – Die rote Bucht in Japan

Ein unglaubliches Massaker an Delfinen

Hier erzähle ich euch über die unglaublich grausame Abschlachtung von Walen und Delfinen. Sie findet in Japan, an dem Küstenort Taiji statt. Jedes Jahr werden in der Zeit zwischen September und März hunderte Delfine und Kleinwale auf ganz besonders grausame Art und Weise abgeschlachtet. Sie werden gejagt, gefangen, misshandelt, verletzt, getötet und verkauft. Die Verantwortlichen berufen sich auf eine uralte Tradition.

Erste Berichte über das grausame Treiben erschienen etwa im Jahr 2001. Bekannt wurde diese Abschlachtung erst richtig, als der Unterwasser-Fotograf Louie Psihoyos, das OPS-Team (Oceanic Preservation Society) und Ric O‘ Barry einen Film über das sinnlose Gemetzel drehte. Ihr Film „Die Bucht“ (Originaltitel „The Cove“) aus dem Jahr 2009, zeigt die unglaubliche Wahrheit über diese Bucht. Der Film wurde mit einem Oskar und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet!

Ric O'Barry Dolphin Project

Taiji, ein kleiner Küstenort mit grausamer Tradition!

Japan Taiji – © Hans Peter Roth

Taiji befindet sich ca. 700 km südwestlich von Tokio und liegt in der Präfektur Wakayama. Es liegt an der östlichen Spitze der Kii-Halbinsel, an der Kumano-See des Pazifischen Ozeans und hat ca. 3060 Einwohner (Februar 2016). Die Gemeinde ist in zwei Ortsteile untergliedert: Taiji bildet das westliche Gemeindegebiet, wobei die Besiedlung sich hauptsächlich entlang der Taiji-Bucht erstreckt.
Das weitaus kleinere Teil erstreckt sich entlang der östlich gelegenen Moriura-Bucht  mit dem Siedlungszentrum am Südende. Der einzige Fluß ist dort der Yoneko-Gawa-Fluß.

Taiji ist eine von Felslandschaft umgebene kleine Stadt, mit durchaus beeindruckend  schöner Landschaft. Klares Wasser und tolle Buchten. Ein idealer Ort um seinen Urlaub zu genießen. Die Stadt wirbt damit der „Herkunftsort des japanischen, traditionellen Walfangs“ zu sein. 🙁  Im ganzen Ort kann man immer wieder Delfin-Skulpturen finden, die den Eindruck vermitteln… – hier liebt man Delfine!

Ein Irrtum!

 

Museum Taiji © Hans Peter Roth

Hier liebt man den Walfang und das Töten dieser Geschöpfe. Hier werden Delfine und andere Kleinwale als „Kakerlaken“ bezeichnet und ihre Jagd nennen sie Schädlingsbekämpfung.

Taiji versucht durch seine Skulpturen, durch das Museum und Delfinarium den Touristen zu zeigen, dass hier Delfine geliebt werden, was aber ca. 300 Meter weiter in der Bucht passiert, wird verheimlicht. Auch die Einwohner von Taiji verlieren kein Wort darüber.

Die Tradition! Ein Blick in die Vergangenheit.

Seit 1570 gibt es Belege für den Walfang in Japan. Großwale wurden auf hoher See mit kleinen Ruderbooten zusammengetrieben und abgeschlachtet. Aber in manchen Orten, so auch in Taiji, wurde irgendwann eine ganz besondere Treibjagd eingeführt. Japanische Delfinjäger trieben Delfine mit Ruderbooten und mit Hilfe von Metallstangen und Steinen, die sie aufeinanderschlugen und Lärm erzeugten, zusammen. Durch diesen für Delfine unfassbaren Lärm, verwirrten sie ganze Delfinschulen. (Der Lärm, der Stress und die Angst führt bei Delfinen dazu, dass ihre Orientierung nicht mehr funktioniert). So trieben sie ihre Beute bis an die Küste. Im flachem Wasser war es leichter die entkräfteten Tiere zu töten.

Walabschlachtung früher © Izumi Ishii

Für die Abschlachtung benutzten sie Lanzen, Stangen (an deren Ende sich Wiederhaken befanden) und auch anderen Tötungswerkzeuge. Die Delfinjäger hatten dabei eine Art Blutrausch und stachen ohne jede Gnade auf alles ein was sich bewegte. Es gab keine gezielte Tötung. Nachdem die Delfine ruhiger wurden, da sie entweder tot oder schwer verletzt waren, sprangen die Delfinjäger aus Ihren Booten und sammelten die Tiere ein, oder sie rammten ihre Wiederhaken in die Tiere und zogen sie damit an Land.

Später, als es dann Netze gab, trieben sie die Delfine in die Bucht und riegelten diese mit mehreren aufeinanderfolgenden Netzbarrieren ab. Nun hatten sie genug Zeit – sie konnten Pausen einlegen – um später in aller Ruhe die Tiere abzuschlachten.

Diese Tradition wird heute noch so betrieben. Nur unter anderen Umständen und mit weitaus schlimmeren Folgen. Denn durch die heutigen kleinen, schnellen Treibjagdboote  werden die Delfine in einer vielen höheren Stückzahl erbeutet.

So läuft die heutige Treibjagd ab

Je nachdem wie das Wetter in Taiji ist, fahren am frühen Morgen 12 Treibjagdboote besetzt mit Delfinjägern (Fischern) auf das Meer hinaus. Sie versuchen zwischen September und März, die vom Fischereiministerium freigegebene Fangquote einzufangen.

Delfinjäger-Boote – © Ric O’Barry Dolphin Project

Da in Taiji das Wetter sehr wechselhaft ist, können sie nicht jeden Tag zur Treibjagd ausfahren. Nebel und Wellen behindern ihre Sicht. Und auch nicht jeden Tag den sie ausfahren, kommen sie mit reicher Beute zurück und doch sterben in dieser Zeit viele hunderte Delfine.

Sie suchen auf offener See nach Delfinschulen, ohne Hilfsmittel nur auf Sicht, da Delfine schon seit vielen hundert Jahren dort bejagt werden, wissen die Delfinjäger genau wo sie suchen müssen. Sobald ein Boot Tiere entdeckt hat, stoßen sie mit ihrem Boot schwarzen Rauch aus. Das ist das Signal für die anderen Treibjagdboote.

Nun fängt die Treibjagd und totbringende Hetze an. Die Delfine sind zunächst einmal sehr gelassen und kommen teilweise an die Boote herangeschwommen, da sie es lieben auf der Bugwelle eines Bootes zu schwimmen. Doch die Delfinjäger umkreisen die Delfinschule und stellen sich so auf, dass der Weg zum offenen Meer versperrt ist. Dann benutzen sie ihre Metallstangen, die auf den Booten montiert sind. Die Stangen reichen bis ins Wasser und haben am unteren Ende eine Art trompetenförmige Erweiterung, die dazu dient den Lärm zu verstärken. Schon seit über 400 Jahren kommen Lärmstangen zum Einsatz. Sie schlagen mit einem Hammer oben auf die Metallstangen und der Lärm wird in das Wasser übertragen.

 

Treibjagd © Hans Peter Roth

Die Delfine ertragen diesen Lärm nicht. Völlig ängstlich und verstört bekommen sie Panik und versuchen zu fliehen. Durch den Lärm funktioniert ihre Kommunikation untereinander nicht mehr und sie können sich nicht mehr orientieren. Die Lärmwand schirmt die Tiere vom offenen Meer ab und nur der Weg Richtung Küste ist frei. Sie treiben sie immer weiter an die Küste heran.

Nur selten können die Tiere entkommen, da die Boote der Delfinjäger sehr wendig sind. Die Bucht rückt immer näher. Viele Delfine sind jetzt schon erschöpft oder sogar verletzt, da die Boote einfach über sie hinweg fahren. Irgendwann geben sie auf und lassen sich in die Bucht drängen. Augenblicklich wird die Bucht mit mehreren aufeinanderfolgenden Netzen abgesperrt und die Delfine sitzen in der Falle. Hin und wieder gelingt es einzelnen Delfinen zu entkommen, doch das ist sehr selten der Fall. Völlig verstört und außer Atem schwimmen sie nun in der Bucht umher, ohne zu wissen was ihnen bevorsteht. Bei dieser Treibjagd kommen schon viele Delfine ums Leben und sinken unbeachtet auf den Meeresboden. Bitte besucht die Facebook-Seite von Ric, dort gibt es viele Informationen und auch Videos. Dort könnt ihr euch die Treibjagd anschauen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. https://www.facebook.com/RicOBarrysDolphinProject/

Die Hatajiri-Bucht färbt sich rot

Nun sind die Delfine gefangen, erschöpft, verstört und begreifen nicht was hier passiert. Durch die Hetzjagd sterben einige Delfine an Herzversagen, vor lauter Erschöpfung oder durch Verletzungen, die Ihnen während der Hetzjagd zugefügt wurden. Einige trächtige Delfine kalben vor lauter Panik und schaffen es mitunter nicht mehr ihre Jungen an die Oberfläche zu bringen. Die Kleinen sterben noch, bevor sie richtig leben konnten. Mütter rufen und suchen nach ihren Jungen, die entsetzlich nach ihren Müttern schreien. Ein grausames Szenario spielt sich hier ab!

Rote Bucht, Delfine wurden abgeschlachtet © Ric O’Barry Dolphin Project

Die Delfinjäger interessiert das nicht, sie sind eiskalt und freuen sich nur über ihren Fang. Übrigens, Tiere, die schon bei der Treibjagd im Meer verenden, zählen nicht zur Fangquote, diese sind einfach nur die Opfer die auf den Meeresboden absinken und niemanden kümmert es. Außerdem gibt es keine wirkliche Überprüfung, ob Fangquoten eingehalten werden. Mitunter werden die Fangquoten sogar nach oben korrigiert.

Schlachtbarkasse

An manchen Tagen, wenn die Delfinjäger eine sehr große Schule von Delfinen eingefangen haben, setzen sie ein Boot ein, das sich Schlachtbarkasse nennt. Sie fangen die Tiere mit Netzen ein und ziehen sie an Bord. Das Boot ist so ausgelegt, dass sie an Ort und Stelle die Tiere abschlachten und ausweiden können. Mittlerweile wird die Sicht „in“ das Boot mit Planen versperrt. Zu sehen ist aber, dass sich um das Boot herum eine große Blutlache bildet. Diese Schlachtbarkasse wird auch später bei der Jagd auf größere Wale eingesetzt. Allerdings kommt es in den letzten Jahren fast nicht mehr zum Einsatz der Schlachtbarkasse.

Das Aussuchen – sie bleiben vorerst am Leben

Gefangennahme von Delfinen © Liz Carter

Am selben – oder auch am nächsten Tag – werden die Tiere für Delfinarien ausgesucht. Im Wasser, Leute in Neoprenanzügen. Das sind Delfintrainer aus dem Delfinarium von Taiji, die sich hier beteiligen um die schönsten Tiere auszusuchen.

Die Delfine werden mit weiteren Netzen unterteilt, sie schreien vor Panik, Menschen rufen durcheinander, die Motoren der Boote heulen auf, ein Höllen Lärm. Wieder beginnt eine schlimme Zeit für die eingesperrten Delfine. Überwiegend Streifendelfine sind so scheu, dass sie vor lauter Panik gegen die Felswände springen und sich schwer verletzen. Dass wollen die Delfinjäger natürlich verhindern, denn sie möchten sich schöne Tiere für den Lebendhandel aussuchen. Deshalb kommt es vor, dass sie die Streifendelfine mit Netzen separieren und von den Felswänden fernhalten. Die Delfinjäger und Delfintrainer schauen sich um wo sich schöne Tiere befinden. Haben sie einen guten Delfin ausgemacht, springen sie teilweise zu viert ins Wasser, zerren ihn ans Boot und zwingen ihn in eine Trage.

Delfine werden ausgesucht © Liz Carter

Der Delfin wird auf Makel untersucht, vermessen und das Geschlecht wird bestimmt. Passt alles, wird das Tier mit einem Boote aus der Bucht gebracht. Sie  werden mit Planen abgedeckt, damit man nicht sehen kann. Sie werden nicht weit von der Bucht entfernt in kleine Meerwassergehege gesperrt (mehr dazu weiter unten).

Vor ein paar Jahren kamen auch direkt Delfintrainer aus einer anderen Gegend aus Japan und suchten sich ihre Delfine dort gleich vor Ort selbst aus und nahmen sie per LKW mit. (Diese Delfine waren dann günstiger zu erwerben, da sie noch nicht ausgebildet waren). Im LKW befanden sich kleine Behälter mit Wasser gefüllt. Der Delfin wurde für den kompletten Transport dort aufbewahrt. Manche Tiere überlebten den Transport erst gar nicht. Mittlerweile sieht man solche Transporte nicht mehr.

Stress pur – Taucher bei den Delfinen © Liz Carter

Meistens werden nur junge, weibliche Tiere ausgesucht, da sie weniger Narben vorweisen und besser zu trainieren sind. Hat eines dieser Weibchen ein Junges in der Bucht, werden die zwei nun endgültig voneinander getrennt. Manche Jungen werden für Delfinarien mitgenommen, andere werden abgeschlachtet und wieder andere werden zurück ins Meer geschoben. Schon kurze Zeit nach der Trennung der Mutter sterben die Jungen, sie haben ohne ihre Mutter im Meer keine Überlebenschance und in Gefangenschaft gelingt die Zwangsernährung (wird immer wieder versucht) mit Ersatzmilch und Beruhigungsmitteln meist nicht. Sie sterben nur wenige Tage später.

Alle Tiere, die früher oder später lebend die Bucht verlassen, tauchen in den Delfinarien in der ganzen Welt wieder auf, das heißt, wenn sie bis dahin überhaupt überlebt haben. Immer wieder werden Nachts still und leise Delfine abtransportiert. Sie werden in Kisten verladen und weggebracht.

Ganz selten kommt es vor, dass nach dem Aussuchen der schönsten Tiere die restlichen Gefangenen wieder frei gelassen werden. Die Japaner sagen, dass sie das tun, um den Menschen in aller Welt zu zeigen, dass sie auch gutes tun. Der Hauptgrund ist aber, dass ihre Schlachthäuser, Delfin-Resorts und Gehege voll sind, oder die Delfine nicht geeignet sind. Sie haben ganz einfach keinen Platz für solche Tiere.

Das Schlachten – unendliche Grausamkeit

Die Plane
© Ric O’Barry Dolphin Project

Sobald das Aussuchen für den Lebendhandel beendet ist, werden die restlichen Tiere in einen kleinen Seitenarm der Bucht getrieben, oder sie binden mehrere Tiere am Schwanz an und ziehen sie mit dem Boot in den Seitenarm oder ans Ufer. Bei dieser Aktion werden einige Tiere bereits ertränkt.

(Noch vor einigen Jahren, als es nur wenige Aktivisten an der Bucht gab, wurden die Tiere direkt in der Bucht abgeschlachtet – direkt vor den Augen der Menschen. Heute versucht man es etwas zu verbergen. Im Film „Die Bucht“ ist die andere Methode zu sehen).

wird zugezogen…
© Ric O’Barry Dolphin Project

Der Seitenarm ist von der Hafenseite aus kaum zu sehen. Dort sind große Abdeckplanen angebracht und der Eingang wird wie eine große Tür zugezogen, damit niemand das Schlachten dort filmen kann. Es ist kaum vorstellbar, was für eine grausame Schlacht dort vor sich geht. Das schlimmste ist, das man in den Filmen der Aktivisten sieht, dass diese japanischen Delfinjäger bei Ihrer Schlachtarbeit lachen… – diese Leute haben kein Herz.

Die Delfinjäger stechen jeden einzelnen Delfin dort ab. Es wird eine spitze Metallstange benutzt, die sie hinter dem Blasloch in den Körper des Delfins rammen. Die Metallstange wird bis zum Anschlag hineingebohrt. Anschließend wird dieses Loch mit einem Korken wieder verschlossen, dass soll verhindern, dass viel Blut in die Bucht fließt und sich das Wasser rot färbt. (Die Japaner wollen einen Glauben machen, dass durch ihre verbesserte Schlachtmethode, nun den Tieren kein schmerzvolles Leiden mehr angetan wird.)

die Delfine werden abgeschlachtet 🙁
© Ric O’Barry Dolphin Project

Nicht immer schlachten sie die Tiere auf diese Art ab. Immer wieder werden auch Delfine außerhalb dieser Planen abgeschlachtet. Filme beweisen, dass auch nach wie vor wahllos auf die Tiere eingestochen wird. Ihnen werden die Kehlen mit Messern durchtrennt oder einfach Hacken und spitze Metallstangen in die Körper getrieben. Auch verlassen Delfinjäger das Boot und ertränken einige Delfine, damit nicht so viel Blut zu sehen ist. Beim Ertränken der Tiere sieht man ebenfalls, dass sie sich amüsieren.

Egal auf welche Weise geschlachtet wird, der Delfin erleidet unendliche Qualen, die mehrere Minuten lang andauern.

Hinter der Plane, erleiten die Delfine unvorstellbare Qualen
© Ric O’Barry Dolphin Project

(Delfine sind sehr soziale Tiere, die eine richtige Familie gründen. Sie achten aufeinander, helfen sich gegenseitig und besonders auf die jungen Kälber wird gut aufgepasst, auch wenn es sich nicht um ihr eigenes Junges geht. Verletzte Tiere werden nicht allein gelassen und sollte es einem Delfin schlecht gehen, und er kann sich nicht mehr an der Oberfläche halten, helfen ihm andere Delfine, dass er oben atmen kann).

Fest steht, in Taiji werden Delfine grausam misshandelt. Sie sehen, wie ihre Mütter, Kinder, Väter und andere Familienangehörigen brutal abgeschlachtet werden. Die Schlachtung kann sich über mehrere Stunden hinziehen. Oft wird auch nur ein Teil der Tiere getötet und der andere Teil erst am nächsten Tag. So schwimmen verletzte und tote Tiere die ganze Nacht über im Blut ihrer Artgenossen.

Es spielen sich dort unglaubliche Szenen ab. Panische Tiere versuchen ihre verletzten, blutüberströmten Artgenossen an der Oberfläche zu halten, damit sie Luft bekommen. Delfine springen sogar vor lauter Angst und Panik gegen die Felswände und verletzten sich schwer. Mütter rufen nach ihren Kindern, Kinder nach ihren Müttern. Schwangere kalben vor lauter Panik oder werden noch schwanger abgestochen. Kleine Delfine die es nicht wert waren zu verkaufen und nicht wieder frei gelassen wurden, werden ebenfalls abgestochen. Es wird immer wieder beobachtet wie sich die Kleinen an ihre blutende Mutter drücken um, bei ihr Schutz zu suchen, dabei stoßen sie entsetzliche Schreie aus.

Tote Delfine, werden abtransportiert!
© Ric O’Barry Dolphin Project

Es schwimmen Delfine umher, die viel Blut erbrechen. Es sind Tiere zu sehen, deren Körper aufgerissen sind; es werden Delfine gefilmt, die aus einem Loch entsetzlich bluten und schwanzschlagend untergehen.

(Dieses Abschlachten ist für mich unverständlich! Ich habe eine stink Wut im Bauch. Das sind für mich keine Menschen mit Herz und Verstand, dass sind Monster. Über viele Jahre hinweg, verfolge ich nun diese unendliche grausame Abschlachtung in Taiji und ich kann dieses unmenschliche Verhalten einfach immer noch nicht verstehen. Es muss aufhören!)

Das Schlachthaus – Endstation

Die Meeressäuger sterben nicht alle sofort, sie werden schwer verletzt in Boote gezogen oder am Schwanz angebunden und in das naheliegende Schlachthaus am Hafen transportiert. Über den Wasserweg ist das Schlachthaus nur wenige Minuten entfernt. Mittlerweile sind die Boote durch Planen geschützt, damit man die Delfine nicht sehen kann. Hin- und wieder sieht man eine Schwanzflosse die schlägt, die Tiere befinden sich noch immer im Todeskampf.

Im Schlachthaus angekommen, werden die Toten und die teileweise noch lebenden, verletzten Tiere auf den Boden geworfen. Dort liegen sie eine ganze Zeit lang. Manche Delfine sind noch nicht einmal so schwer verletzt das sie sterben, sondern erleiden stattdessen lange Qualen. Später geht ein Schlachter mit einem Messer durch die Reihen und beendet das Leben der restlichen Delfine. Im Schlachthaus werden die Tiere dann für den Verkauf zerlegt. Manchmal werden auch einzelne Fleischstücke direkt vor dem Schlachthaus versteigert, der Rest kommt auf den Fischmarkt und wird für die Supermärkte und Schulen verpackt oder kommt ins nahegelegene Museum/Delfinarium. Dort kann man Delfinfleisch kaufen und während einer Vorführung sogar essen.

Hier endet der Bericht, was die Toten Tiere anbelangt. Weiter geht es mit den Delfinen, die noch am leben sind.

Delfingehege am Hafen

Die Delfine, die noch nicht gleich an Ort und Stelle verkauft oder getötet wurden, werden von den Delfinjägern in Booten verladen (auch diese Boote sind mit Planen abgedeckt). Sie bringen die Delfine aus der Bucht heraus, in kleine Meerwassergehege. Das sind ca. 14 unterteilte, kleine Netzbecken. Dort werden meistens nur kräftige, junge Delfinweibchen eingesperrt.

Zu kleine Babys, ältere Delfinweibchen und männliche Bullen werden fast nie für Delfinarien ausgesucht.

Delfingehege © Hans Peter Roth

Diese Gehege werden dazu genutzt die Tiere gefügig zu machen. Sie lassen die Delfine erst einmal ein paar Tage hungern, dann wird ihnen toter Fisch angeboten, doch Delfine fressen keine Toten Fische. Sie weigern sich die Nahrung anzunehmen und hungern. Ein Delfin ist sehr willensstark und so kann es lange dauern bis er sich fügt.

Die Delfintrainer haben aber kein Mitleid mit den Tieren. Es gilt einfach: friss oder stirb!

Oft fressen sie nur wenige Happen, um gerade nicht zu verhungern und weigern sich dann wieder tagelang nur einen einzigen Bissen zu fressen. Das ist sehr schlimm für die Delfine. Eigentlich kann man hier von Folter sprechen, denn die Tiere nehmen durch die frischen, lebenden Fische auch Wasser zu sich. Sie trinken kein Wasser aus dem Meer – toter Fisch enthält aber kein Wasser und so leiden sie an Wassermangel.

Was die Delfintrainer dort gegen den Wassermangel unternehmen ist wirklich schlimm für die Tiere. Sie schieben den Delfinen einfach einen Schlauch in den Magen und pumpen Wasser hinein – sozusagen Zwangswässerung. Solche Aktionen machen sie auch bei zu Jungen noch kleinen Delfinen, die sie am Leben erhalten möchten. Sie werden mit Futterbrei und Medikamenten über einen Schlauch zwangsernährt. Die meisten kleinen Delfine überleben diese Prozedur aber nicht.

Diese Netzbecken sind nur dazu da, den Willen der Delfine zu brechen. Das kann lange dauern. Irgendwann geben die Delfine einfach auf, sie fressen den toten Fisch und machen die verlangten Kunststücke. Lassen sich anfassen und gehorchen.

Sind sie soweit, ziehen sie in ein anderes Gehege um.

Die Dolphin Base – Futterentzug – Misshandlungen – Dressur

Im Dolphin-Resort werden ständig etwa 30 Delfine gefangen gehalten. Das sind so genannte Außenanlagen. Mehrere Gehege im offenen Meer mit fest angebrachten Absperrungen. Abgeschirmt vom Festland – mit Planen wird die Sicht versperrt.

Das Fotografieren und betreten der Anlagen ist verboten, die Gehege sind sehr gut bewacht und auch viele Kameras sind installiert. Wer das Gehege betritt, wird sofort verhaftet. Hier werden die Delfine ausgebildet und lernen unter ständigen Futterentzug Kunststückchen. Dort gibt es allerhand Spielzeug das auch in Delfinarien verwendet wird. Sie lernen, dass es nur Futter gibt, wenn verlangte Kunststücke ausgeführt werden.

Schild vor der Dolphin Base © Hans Peter Roth

Manche Delfine sind so schlau und bringen schon einmal Abfall aus dem Wasser um es den Trainer zu übergeben, in der Hoffnung etwas Futter zu bekommen, doch leider wird dieses Verhalten nicht belohnt. Nur die geforderten Kunststücke werden beachtet. Trainingszeiten bedeuten dann den Tieren sehr viel, sie haben Abwechslung, bekommen etwas zu fressen und sind beschäftigt. Da die Tiere auch fast keinen Kontakt zu anderen Delfinen bekommen, freuen sie sich, dass sie zu diesen Zeiten mit anderen Delfinen zusammen schwimmen dürfen.

Außerhalb des Trainings haben sie keine Spielsachen, fast keinen Kontakt zu Artgenossen und auch fast kein Futter. Sie drehen einsam ihre Runden und betteln ständig nach Futter. Das ist dann die einzige Beschäftigung.

Diese Reizarmut ist eine Folter für die sozialen Tiere. Die Delfine sind irgendwann so weit, dass sie nicht mehr selbstständig handeln, sondern nur noch das tun, was von Ihnen verlangt wird. Außerdem stehen manche Tiere unter Medikamenteneinfluss, meist solche Tiere die dazu neigen auszubrechen und einfach zu nervös und aufmüpfig sind. Aktivisten konnten aber schon beobachten, wie einer der Delfine über die Absperrung gesprungen ist, aber sich dann nicht vom Gehege entfernt hat. Die Abrichter haben das auch gesehen, doch bekamen nicht mal Panik, anscheinend kommt dies öfter vor.

Es sprang dann auch noch ein weiterer Delfin raus, auch dieser blieb am Gehege. Delfine verlassen ihre Familie eben nicht und das wissen auch die Abrichter dort. In aller Seelenruhe haben sie das Gehege geöffnet und die Delfine sind wieder an Ihren Platz geschwommen. Unglaublich!

In der Nachbarortschaft von Taiji werden Rundfahrten von 40 Minuten für Touristen angeboten. Mit inbegriffen ist der Besuch des Dolphin-Resorts (Dolfin-Base). Die Besucher werden ganz nah an die Delfinanlagen herangefahren. Vom Boot aus können Sie die Kunststücke der Delfine beobachten. Da die Besucher jubeln und klatschen, werden so die Delfine schon an diesen Lärm gewöhnt.

Alles dort ist genau durchdacht, selbst die Gehege sind bewusst klein gehalten, damit sie sich an die Enge eines Delfinbeckens gewöhnen. Nach der Ausbildung dort, die mehrere Monate dauern kann, kommen sie dann in das eigene Delfinarium in Taiji, das am Museum angeschlossen ist. Hier bekommen sie die restliche Ausbildung, sozusagen den letzten Schliff.

Das Museum

Statue vor dem Museum © Ric O’Barry Dolphin Project

Ca. 300 Meter Luftlinie von der blutigen Bucht entfernt – abgetrennt durch den Berg der sich „Tsunamiberg“ nennt – befindet sich das Walmuseum von Taiji. Es handelt sich aber eigentlich nicht wirklich um ein Museum wie man es bei uns in Deutschland kennt. Es ist eine große Anlage mit mehreren Gebäuden. Unter anderem befinden sich dort auch Räume, die als Museum genutzt werden, ein Hotel und das Delfinarium mit Becken im Innen- und Außenbereich.

Ausstellung im Museum

Das Museum zeigt mit vielen echten und auch nachgebildeten Booten, Skeletten, Skulpturen und Miniaturansichten den traditionellen Walfang von Japan und Taiji. Dort findet man nachgestellte Szenen wie früher der Walfang betrieben wurde. Dieser Walfang hat aber rein gar nichts mit der heutigen Walfangindustrie in Japan zu tun. Des Weiteren kann man, in Gläser mit Flüssigkeit abgefüllte kleine Babydelfine verschiedener Delfinarten begutachten, sowie Gehirne von Delfinen.  Auch kann man echte Skelette von verschiedenen Delfinen anschauen. Man sieht die Tötungswerkzeuge von früher und heute und andere Hilfsmittel der Jagd. Auch Harpunen, Lanzen, Messer und Gewehre sind dort zur Schau gestellt.

Hans Peter Roth – der Autor des Buches „Die Bucht – Flippers grausames Erbe“ – beschreibt sehr ausführlich, was sich hinter dem Walmuseum und dem dort angeschlossenen Delfinarium verbirgt.

Herr Roth schreibt: „Das Museum zeigt die Geschichte des japanischen Walfangs bis in die Gegenwart, mit immer größeren, schnelleren, raffinierteren Kanonen und Sprengharpunen. Eine Geschichte, die nicht in der Gegenwart aufhört, sondern in Japan noch immer Zukunft hat“.

Im Museum ist eine lebensgroße Nachbildung eines Glattwals zu sehen. Neben dem Walmodell befindet sich ein weiteres traditionelles, altes Walfangboot. Es ist mit Harpunen und Tötungswerkzeugen bestückt und es wurde zum alten traditionellen Walfang benutzt.

Verschiedene Walskelette

Im Museum sind mittlerweile keine „westlichen“ Besucher mehr geduldet. Sobald am Eingang des Museums jemand auftaucht, der ein potenzieller Aktivist oder Tierschützer sein könnte, wird dieser entweder sofort abgewiesen und bekommt keinen Einlass, oder er wird zur Seite genommen und muss sich ganz genau erklären, warum er hier ist. Es kam schon mehrfach vor, dass ganz normale Touristen verdächtigt wurden, obwohl sie nur das Museum und das Delfinarium besuchen wollten.

Hier ein Bericht von Touristen, wie sie in Taiji behandelt wurden – auf Ihrer Hochzeitsreise.

https://www.wdsf.eu/taiji-delfinmord

Das westliche Touristen nur selten Einlass bekommen, stört mich persönlich jetzt auch nicht weiter, denn man darf solche Mörder und Tierquäler nicht mit Eintrittsgeldern und Zuspruch belohnen. Auch wenn man von dem ganzen Massaker nichts weiß, ein Delfinarium zu besuchen unterstützt immer diese korrupten Delfinhändler. Aber ganz normale Leute so zu behandeln, ist natürlich auch so ein Ding. Wobei man ja sagen muss, es kommt davon, weil eben viele Aktivisten dort einen schlechten Eindruck hinterlassen, denn die Japaner dort möchten nicht das alles an die Öffentlichkeit kommt. Nun gut, das ist halt dann die Konsequenz daraus. Aber damit kann man leben.

Delfingehirn

Was die Besucher auch nicht wissen, die Mitarbeiter des Museums und des Delfinariums, sind direkt mit beteiligt an der Abschlachtung und Gefangennahme der Delfine.

Hans Peter Roth konnte das Museum besuchen und stellte Fragen.

Hans Peter Roth: „ich konfrontiere einen Verantwortlichen des Museums, der nicht namentlich genannt werden will, mit Beobachtungen von der benachbarten Bucht. Beobachtungen von Menschen in Surfanzügen, die den Delfinjägern helfen, Delfine, die sich nicht für den Lebendhandel eignen, am Schwanz an ihren Booten anzubringen, damit sie diese in die Todesbucht hinüberziehen können, um sie dort abzustechen. Auf den Neoprenjacken einiger dieser Leute ist sogar deutlich der Schriftzug >Taiji Whale Museum< erkennbar, wie auch Filmaufnahmen aus dem Film >Die Bucht< zeigen.

Ich frage:>>Das Walfang – und Delfinmuseum von Taiji unterstützt folglich aktiv die Tötung von Delfinen?<< Der Angesprochene gibt sich ziemlich wortkarg, meint aber schließlich doch, das Taiji Whale Museum habe nichts mit der Tötung von Delfinen zu tun und unterstütze diese nicht. Einige wilde Delfine würden lebend gehandelt. Der Verkaufserlös von diesen Tieren sei für das Museum wichtig für die Finanzierung von Forschung, Bildung und Information.“

Diese Aussage beantwortet zwar nicht genau die Frage, muss sie aber auch nicht, denn man weiß längst Bescheid. Aber es wird bestätigt, dass hinter dem Museum in Wirklichkeit ein großes Geschäft steckt. Es werden hier für hohe Summen lebende Delfine an Delfinarien verkauft.

Das Walmuseum ist mit eines der größten Händler für wildgefangene Delfine. Außerdem sind sie wie bereits mehrfach dokumentiert wurde, am Delfinfang und am Abschlachten beteiligt.

Die eigentliche Einnahmequelle des Museums sind nicht die Eintrittsgelder, sondern der Verkauf von wilden, lebenden Delfinen. Diese befinden sich im angeschlossenen Delfinarium. Forschung, Bildung und Information wird hier als Deckmantel vorgeschoben. Die Japaner in Taiji forschen nicht, bilden nicht und Informieren nicht. Sie schlachten, sie quälen, sie essen die Delfine und lachen darüber.

Souvenirladen

Souvenirladen im Museum © Hans Peter Roth

Angeschlossen am Museum und Delfinarium ist auch ein Souvenirladen. Dort kann man Getränke, Süßigkeiten, Snacks und viele Delfinartikel kaufen, unter anderem natürlich auch Plüschtiere von Delfinen (und auch hier entsteht wieder der Eindruck in Taiji liebt man die Tiere) aber, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt…direkt neben dem Regal der Plüschtiere gibt es ein Regal mit verpacktem Walfleisch und eine Kühltruhe mit frischem Walfleisch. In Wirklichkeit ist es reines Delfinfleisch (später mehr darüber). Nicht wenige der Besucher sehen sich zuerst die Delfinshow an, streicheln einen Delfin und knabbern dann anschließend – oder auch schon während der Show – einen Walfleisch-Snack. Wie makaber ist das denn?! (So etwas bringen nur Japaner fertig. Sorry! Oder würdet ihr zuerst im Zoo einen z.B. kleinen Otter anschauen und ihn dann anschließend im Restaurant gegenüber essen?

Ok, solche Leute soll es auch hier geben, aber diese Leute lesen wahrscheinlich auch nicht auf meiner Homepage, hoffe ich! Naja, ich hoffe sogar, dass sich hier keine Leute aufhalten, die überhaupt einen Zoo besuchen, aber wenn doch, dann würde es mich freuen, wenn ihr hier viele Seiten durchlesen würdet und dann keinen Zoo mehr besucht.)

Ric O’Barry mit Delfinfleisch © Hans Peter Roth

Zurück zu Taiji. Gegenüber vom Museum befindet sich tatsächlich ein japanisches Restaurant, das Walfleisch anbietet.

Das Delfinarium – mit Walsnack

Das Delfinarium von Taiji ist eine sehr große Anlage. Es gibt Becken unter Dach mit einem Glastunnel, es gibt zwei Außenabsperrungen direkt im Meer, wieder mit zusätzlichen kleinen Gehegen und es gibt 3 kleine Außenbecken mit Chlorwasser gefüllt. So zumindest habe ich das verstanden.

Vorführungen finden sowohl im Meerwasserbecken als auch im Chlorbecken statt.

Im Meerwasserareal bietet man auch Schwimmen mit Delfinen an und bei Vorführungen werden Delfine aus den Gehegen geholt und schwimmen dann sozusagen im Meer, das aber natürlich mit Zäunen und Netzen abgetrennt ist. Nach der Vorstellung müssen die Delfine zurück in ihre Gehege schwimmen.

Meerwassergehege © Hans Peter Roth

Was wir schon wissen, zuerst werden die Delfine in kleine Meerwassergehegen eingesperrt. Wochen oder auch Monatelang werden sie dort gehalten, um ihren Willen zu brechen und um Kunststücke zu erlernen. Von dieser Zeit an werden die Meeressäuger nicht mehr wirklich viel schwimmen können, denn dazu fehlt der Platz.

Die Tiere kommen nach dieser Abrichtung ins eigene Delfinarium und nehmen dort an den Shows teil. Es ist immer der gleiche Ablauf für die Abrichtung. Erst wenn alle Stationen durchlaufen sind, werden sie für viel Geld verkauft. Das Ganze dauert mehr oder weniger ein ganzes Jahr.

Aber es gibt auch Delfine, die einen sehr starken Willen haben; nicht alle lassen sich leicht abrichten. Immer wieder kommt vor, dass ein Delfin so gut wie überhaupt nicht bei Shows mitmacht und deshalb als schwer erziehbar bezeichnet wird. Was mit diesen Delfinen dann passiert?

Die drei Becken im Außenbereich – Delfinarium
© Ric O’Barry Dolphin Project

Ganz zum Schluss ihrer Ausbildung kommen die Delfine immer in die Becken mit dem Chlorwasser. Dort gibt es drei Becken nebeneinander und eine Besucherbühne. Direkt wie im jeden Delfinarium auch, sind Lautsprecher angebracht. Während der Shows läuft immer die gleiche Musik mit einer ziemlichen Lautstärke um die Tiere an den Lärm zu gewöhnen. Zum ersten Mal sind die Tiere dort in einem Betonbecken untergebracht.

Das Chlor schadet den Delfinen, deshalb schwimmen sie meist mit geschlossenen Augen umher, da das Chlor vor allem die Augen aber auch die Haut der Tiere angreift. Die drei Becken sind durch Schieber abgetrennt. Je nach Ausbildungsstatus kommen die Tiere in diese drei Becken. Im mittleren sind die schon fast fertig ausgebildeten, links und rechts die Delfine die noch viel lernen müssen. Die Delfine in den beiden äußeren Becken sollen während der Show zusehen, was ihre Artgenossen schon können und sollen dadurch lernen.

Die Delfine werden trainiert für die Show
© Ric O’Barry Dolphin Project

Hier im Showbecken gibt es auch eine Plattform, wo die Tiere an Land springen müssen um sich streicheln zu lassen. Ich glaube, jeder weiß mittlerweile wie schmerzhaft und unangenehm das draußen liegen für Delfine ist. Ihre Organe werden durch das große Gewicht zusammengequetscht und ein Delfin möchte nicht aus dem Wasser, denn es gleicht einer Strandung und Strandung bedeutet im Instinkt dieser Tiere den Tod.

Aber mit Zwang und Futterentzug machen sie auch bei dieser Prozedur mit, daran kann man sehen, wie stark der Wille gebrochen ist. Die Delfine in den zwei äußeren Becken bekommen ganze Fische zu fressen, die Delfine im mittleren Becken nur Fischhappen, damit sie an der Show auch wirklich teilnehmen. Hinter den Kulissen werden die Delfine dann jeden Tag mehrmals ausgetauscht, damit auch die Delfine der Außenbecken die Showeinlagen erlernen. Die Delfine im mittleren Becken stehen meist unter Medikamenteneinfluss, damit sie ruhig bleiben und sich auch streicheln lassen.

Delfin auf der Plattform © Ric O’Barry Dolphin Project

Delfine, die besonders schöne Kunststücke vorführen, bekommen auch mal ganzen Fisch als Motivation. Und um das Ganze noch einmal in Erinnerung zu rufen, die Delfine werden weiterhin mit dem Wasserschlauch gewässert, damit sie genug Flüssigkeit erhalten. Dass diese ganze Abrichtung von der Gefangennahme bis zum Verkauf so dermaßen gezielt abläuft und dass der eine Delfin von anderem lernt, zeigt, dass die Japaner genau wissen, wie intelligent so ein Delfin ist. Fragt man aber warum sie diese schlauen Tiere so quälen, sagen sie, das sind doch nur dumme Fische.

Diese Art und Weise wie sie dort Delfine abrichten, ist wirklich eine Tierquälerei!

Wenn keine Shows stattfinden und die Delfine hungrig und gelangweilt in den Becken ihre Runden ziehen, kann man hin und wieder beobachten, dass sich ein Delfin – ohne dass es jemand von ihm verlangt – aus dem Wasser springt und sich auf den Betonboden legt.

Delfine im Becken, sie warten auf Futter
© Ric O’Barry Dolphin Project

Einfach nur weil er hungrig ist. Das ist ein völlig unnatürliches Verhalten und er tut es nur, weil es in den Shows dafür Futter gibt. Doch wenn er es außerhalb der Shows macht, gibt es gar nichts. Manchmal liegen die Delfine eine lange Zeit außerhalb des Beckens, sehen es die Trainer gehen sie gelangweilt zu dem Delfin und schubsen ihn mit dem Fuß ins Becken zurück.

Fotozeit für die Touristen © Ric O’Barry Dolphin Project

Den Taiji-Trainern ist alles egal, entweder die Delfine machen mit und werden mit Fisch belohnt oder sie weigern sich und hungern. Sollte ein Delfin sterben, ist das zwar ein großer Verlust da Ihnen viel Geld durch die Finger rinnt, aber nebenan gibt es ja genug Delfine, die man sich holen kann.

Was sieht ein Zuschauer? Der Delfin lächelt, er macht bereitwillig bei den Shows mit und fühlt sich anscheinend wohl.  Sie spielen gerne mit Bällen, anderen Spielzeug; sie legen sich bereitwillig auf den Betonboden und lassen sich gerne streicheln. Was sie nicht sehen, ist die tierquälerische Ausbildung. Sie sehen nicht wie gelangweilt die Tiere ihre Runden ziehen, wenn keine Show ist. Sie sehen nicht, dass die Tiere entsetzlich hungern und Medikamente bekommen und mit dem Schlauch Wasser in den Magen gepumpt wird. Sie sehen nicht, dass sie entsetzlich durch das Chlorwasserleiden.

Beruhigungsmittel werden in den Fisch gespritzt © Ric O’Barry Dolphin Project

Die Delfinshows finden jeden Tag statt:

Um 9.30 Uhr, 11.15 Uhr, 13.15 Uhr und 15.15 Uhr finden Delfin-Shows und um 10.15 Uhr, 12.15 Uhr, 14.15 und 16.00 Uhr finden Wal-Shows statt. Fast genau jede Stunde ein Auftritt, (was sind sie doch fleißig, diese Japaner).

Showzeiten © Ric O’Barry Dolphin Project

Kostenpflichtige Angebote gibt es noch obendrauf:

  • Streicheln
  • Füttern
  • Fotografieren
  • Delfin-Trainer-Kurs
  • Schwimmen mit Delfinen
  • Boots-Paddeltouren zu den Tieren

Es sind immer genügend Delfine für die eigenen Shows vorhanden, der Rest wird verkauft. Ein abgerichteter Delfin bringt bis zu 150 000 Dollar ein. Auf die Dauer ein Millionengeschäft.

In der Regel dauert die Abrichtung eines wilden Delfins, bis zu dem Tag wo er dann verkauft werden kann, ca. 1 Jahr. Sie werden in viele Länder der Welt verkauft, auch der Transport ist eine Qual für das Tier und nicht alle Tiere überleben. Das Delfinarium und auch das Museum werden also nicht durch die Eintrittsgelder und wegen Liebe zu den Delfinen am Leben gehalten, sondern nur durch den Verkauf von lebenden, abgerichteten Delfinen.

Ach übrigens, ich hoffe das ihr das erst gar nicht versucht, aber… solltet Ihr auf den Gedanken kommen, das Museum/Delfinarium in Taiji besuchen zu wollen, dann kommt Ihr da wahrscheinlich nicht mehr hinein. An der Kasse steht ein Schild mit der Aufschrift: „No entry for Anti-whaling-activists!“ Denn wegen Angst vor Aktivisten, wird hier keine westlich aussehende Person mehr eingelassen.

Was die Zuschauer in den Delfinarien nicht sehen:

Sie sehen nicht, wie er seiner Familie entrissen wurde und seine Artgenossen, sowie vielleicht sein Baby brutal abgeschlachtet wurde. Und sie denken überhaupt nicht daran, dass dies ein wilder, freier Delfin war, beschützt in seinem Familienverband und das er nie wieder das offene Meer sehen wird. Nie wieder kann er eine Familie gründen, er wird in irgendeinem Dreckloch, oder in einem Delfinarium sterben.

Der Hafen von Taiji – eine Festung

Man könnte annehmen, dass der Hafenbereich in Taiji wie jeder andere Hafen ist. Aber es gibt direkt eine Polizeistation im Hafen, überall stehen Schilder mit Anweisungen, überall sind Kameras zur Überwachung aufgebaut, überall an den Hafengebäuden sind Alarmanlagen befestigt.

Absperrung © Hans Peter Roth

Sollte eine westlich aussehende Person den Hafen betreten, kann man sofort mit Polizeibesuch rechnen. Sollte man sich den Meerwassergehegen mit den Delfinen nähern, ist man sofort von Polizisten umzingelt, man wird sofort zum Gespräch gebeten. Diese Gespräche können sich auf mehrere Stunden ausweiten und sogar eine Abtastung und eine Durchsuchung nach sich ziehen.Auch alle anderen Wege, die zum Beispiel zur Bucht führen, sind durch Zäune und Schilder geschützt. Sollte man die Wege trotzdem betreten, findet man sich auf der Polizeiwache wieder. Entweder steht man dann mit einem Fuß bereits im Knast, oder man kann sich auf einige Verhörtage auf der Polizeiwache einstellen und bekommt eine hohe Geldstrafe.

Wo überall in Taiji sind Delfine?

  • Im Museum/Delfinarium in mehreren Becken und Meerwassergehegen
  • Im Hafen in den Meerwassergehegen
  • In einem Hotel gibt es im Außenbereich Becken mit Delfinen
  • Ein weiteres Gehege-Areal in der Nähe des Hafens

Wo tauchen Taiji Delfine wieder auf?

In Delfinarien auf der ganzen Welt. Etwa 99 Länder sind bekannt, die Dunkelziffer dürfte aber weit höher liegen. Die meisten Delfinarien gibt es in China und Japan, zusammen etwa 120 Delfinarien.

Hauptabnehmer der Delfine sind:

China, Japan, Korea, Vietnam, Palau, Ägypten, Ukraine, Iran, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Georgien, Saudi-Arabien, Tunesien, Katar, Philippinen, Thailand.

Es ist bekannt, dass früher folgende Einrichtungen Delfine aus Taiji gekauft haben:
Miami Sea-Aquarium, Sea Life Park Hawaii, Indianapolis Zoo, Sea World Inc., Dolfinarium Harderwijk, die US Navy uva.

Berühmte Parks beendeten die offiziellen Einkäufe irgendwann, da entweder ein Wal/Delfin nach dem anderen innerhalb kurzer Zeit starb und sich ein Kauf dort nicht mehr lohnte oder weil man nicht mehr mit den Abschlachtungen und Gefangennahmen in Taiji in Verbindung gebracht werden wollte.

Trotz allem sind es weltweit wahnsinnig viele Delfinarien, Parks und Einrichtungen, die entweder direkt in Taiji Delfine kaufen oder über Umwegen aus anderen Parks in China und Japan ihre Einkäufe tätigen. Es sind aber nicht nur die großen Einrichtungen, die Delfine aus Taiji abnehmen. Es werden auch Delfine verkauft, die noch nicht dressiert wurden – diese sind günstiger zu bekommen.

Diese Tiere tauchen dann teilweise in kleinen, verdreckten Becken mit viel zu geringer Tiefe und Größe wieder auf. Sie bekommen Sonnenbrand und Hautausschläge und sterben. Auch so derart schlechte Haltungsbedingungen interessiert Japan nicht. Egal, wer zahlt bekommt einen Delfin, ob er ihn nun in einem großen Becken, oder in einer Badewanne hält, ist völlig egal. Nicht wenige kaufen sich einen Delfin und geben dafür Unsummen aus, um dann plötzlich festzustellen, dass auch die Haltung des Delfins eine Menge Geld verschlingt. Das Geschäft mit ihm läuft nicht und er kann den Delfin nicht länger behalten. Dann werden diese Delfine für wenig Geld an noch skrupellosere Menschen weiterverkauft.

Immer wieder werden Delfine entdeckt, die halb verhungert in dreckigen Swimmingpools, oder einfach nur in besseren Drecklöchern gehalten werden.

Diese Leute versuchen den Delfin irgendwie am Leben zu halten. Er bekommt Fleischabfälle oder was sonst noch zu finden ist. So lange der Delfin noch am Leben ist, wird Profit daraus geschlagen, stirbt er, wird er vergraben und man schaut sich nach einem neuen Delfin um. Manche Menschen sind so dumm und sehen nicht das die Delfine bewegungsunfähig, abgemagert und mit Sonnenbrandblasen überseht in einem Dreckloch liegen. Sie streicheln den Delfin und freuen sich über Selfies mit ihm.

Das muss endlich aufhören!!!

Was sind die angeblichen Gründe für das Töten?

Zum ersten geben die Verantwortlichen an, das Fleisch wäre wichtig für die Versorgung der Einwohner von Taiji. Angeblich werde das Fleisch der Delfine sehr gerne gegessen und hätte einen großen Stellenwert auf dem Speiseplan der Japaner. Tatsächlich ist aber das Delfinfleisch nicht wirklich beliebt. Delfinschützer, darunter auch Ric O’Barry haben sich in der Bevölkerung umgehört und mit Einwohner von Taiji und anderen Orten gesprochen. Delfinfleisch gilt als minderwertiges Fleisch und hätte eigentlich einen faden Geschmack. Doch wie bereits von Ric O’Barry nachgewiesen wurde, anhand von DNA-Tests, wird Delfinfleisch verpackt und zum Verkauf angeboten. Auf den Packungen wird es als das hochwertigere Walfleisch deklariert (was die Sache an sich nicht besser macht). Doch Walfleisch kann zu einem höheren Preis verkauft werden.

Taiji – Delfinfleisch im Restaurant © Ric O’Barry Dolphin Project

Auch wird das Fleisch an Schulen und Kindergärten verschenkt, da es nicht genug Abnehmer gibt. Einige Japaner, auch in Taiji, lehnen sogar Wal und Delfinfleisch komplett ab. Allerdings ist merkwürdig, dass die Fangquote für ganz Japan bei 14375 Wale und Delfine pro Jahr (variiert von Jahr zu Jahr) liegt. Zwar werden die Fangquoten nicht erreicht und doch werden mehrere tausende Delfine Jahr für Jahr abgeschlachtet – was geschieht dann mit dem Fleisch, wenn es nicht gegessen wird? Ist die Fangquote nur deshalb so hoch um die Wale auszurotten?

Der zweite Grund den die Delfinjäger vorgeben, um die Delfinjagd zu rechtfertigen, ist ihre Tradition. Sie hätten schon immer Wale und Delfine gejagt und es gehöre zu Ihrer Kultur dazu dies zu tun.

Wieder andere behaupten, die Delfine würden nur zu Forschungs-, Aufklärungs- und Informationszwecken gefangen. Noch vor Jahren gaben die Delfinjäger zu, dass der eigentliche Grund der ganzen Jagd aber dazu dient die Delfine auszurotten. (Was Menschen mit einer Delfinart schon gelungen ist, der Jangtse-Delfin oder Baiji genannt, wurde bereits ausgerottet.)

Sie gaben an, dass Delfine wie Kakerlaken seien und die Fischer nicht mehr genug Fisch fangen könnten, da Ihnen die Delfine die ganze Beute wegfressen. Sie müssten ausgerottet werden, damit wieder genug Fische für die Bevölkerung zur Verfügung steht. Diese Aussagen treffen sie heute natürlich nicht mehr, denn zu viele Menschen werfen heute ein Augenmerk auf die Zustände in Taiji. Wenn überhaupt, wäre das Ganze umgedreht der Fall: die Fischer nehmen die Nahrung den Delfinen weg, denn die Delfine benötigen wirklich die Fische zum Überleben. Die Überfischung der Meere ist ein weltweit bekanntes Problem und daran sind nicht die Bewohner der Meere verantwortlich, sondern der Mensch der die Meere überfischt!!

Es geht also nicht darum, eine Tradition aufrecht zu erhalten, es geht auch nicht darum die Bevölkerung mit Nahrung zu versorgen oder das geforscht werden kann, sondern es geht rein und allein um den Profit. Denn wenn nicht mehr genügend Fische an Land gebracht werden können, verdienen die Fischer kein Geld. Außerdem ist der Verkauf der Delfine sehr lukrativ.

Und natürlich verdienen nicht nur die Delfinjäger, sondern auch die Regierung am Verkauf von lebenden Delfinen an Delfinarien. Der normale Fischfang und auch der Verkauf von Delfinfleisch bringt bei weitem nicht so viel ein, wie der Verkauf von lebenden Delfinen. Ein zerlegter Delfin bringt in etwa 600 Dollar, ein lebender Delfin – z.B. ein großer Tümmler – soll angeblich für 4000 – 7000 Dollar verkauft werden (Jungtiere 2500 Dollar). Ein bereits von Taiji-Trainern dressierter Delfin, der schon sämtliche Kunststücke auf Kommando ausführt, soll sogar bis zu 150 000 Dollar einbringen!

Wer steckt hinter der Jagd?

Die Delfinjäger töten und fangen Delfine und Kleinwale mit Genehmigung der Regierung.

Es gibt ca. 26 aktive Delfinjäger und noch ca. 20-25 Helfer an Land. Die Helfer unterstützen die Delfinjäger beim Verkauf der lebenden Delfine und zerlegen die Delfine in ihre Einzelteile zum Verkauf des Fleisches. Wie im Film „Die Bucht“ durch Videoaufzeichnungen bewiesen werden konnte, sind grundsätzlich unter den Helfern auch Mitarbeiter des Walmuseums – das erkennt man an der Kleidung dieser Leute. Sie tragen die Aufschrift „Walmuseum“. Diese Leute sind eigentlich für das Museum und das daran angeschlossene Delfinarium zuständig. Hier beweist sich, wie herzlos es in Taiji zugeht. Auf der einen Seite führen die Angestellten des Delfinariums den Zuschauern vor, wie toll und wie lieb Delfine sind und hinter den Kulissen sind auch diese Menschen am Abschlachten und Vermarkten der Delfine beteiligt.

Was ist mit dem Delfinfleisch?

Delfinfleisch-Verkauf in Japan © Ric O’Barry Dolphin Project

Das Delfinfleisch wird nicht immer als Delfinfleisch verkauft, sondern meist als das bessere Walfleisch deklariert. Wie Ric O’Barry und sein Team nachweisen konnten, ist das Delfinfleisch in Japan sehr stark mit Quecksilber und anderen Giften belastet, das hat auch ein japanisches Labor bestätigt und auch ein japanischer Arzt warnt davor, zu viel Delfinfleisch zu essen.

Auch die Regierung von Taiji kennt diese negativen Laboruntersuchungen, aber sie unternehmen so gut wie nichts dagegen und schauen zu, wie sich die Leute mit Quecksilber vergiften, denn das Fleisch wird auch kostenlos an Schulen und Altenheimen verteilt. Wahrscheinlich aus dem Grund, da es nicht wirklich so beliebt ist, wie man immer vorgibt. Das Fleisch wird auch Exportiert, Hauptabnehmer ist China.

Welche Delfinarten werden getötet/gefangen?

Es gibt 9 Arten die gezielt gefangen werden. Es handelt sich um folgende Delfinarten:

Pazifische Weißstreifendelfine
Blau-Weiß Delfine (Streifendelfine)
Große Tümmler
Schlankdelfine
Rundkopfdelfine
Kurzflossen-Grindwale
Kleine Schwertwale
Rauzahndelfine (seit 2017/18)
Breitschnabeldelfine (seit 2017/18)

Überwiegend werden die Großen Tümmler an Delfinarien verkauft, da diese Tiere am besten zu trainieren sind und am längsten überleben. Aber auch andere Arten werden an die Delfinarienindustrie verkauft, egal wie lange sie überleben werden.

Auch Jungtiere werden hin und wieder verkauft, wobei diese die höchste Sterblichkeitsrate haben. Viele Delfine überleben nicht einmal den Transport in die Delfinarien. Abgeschlachtet werden alle 7 Arten. Sogar schwangere Weibchen und Jungtiere.

Albino-Delfine in Taiji

Albinodelfine in Taiji © Ric O’Barry Dolphin Project

Shoujo (Angel) – Delfinart: Großer Tümmler

Am 17. Januar 2014 wurden während der Fangsaison, fünf große Pods von Delfinen zu einer Gruppe zusammen getrieben und es gelang den Delfinjägern alle Delfine in die Bucht zu treiben. Die Delfinschulen waren so groß, dass das Aussuchen und Selektieren mehrere Tage dauerte. Unter den Delfinen befand sich auch ein Großes Tümmler Weibchen mit ihrem etwa 2 -jährigen Jungen. Der kleine Delfin fand sofortige, besondere Beachtung durch die Delfin-Trainer und Delfinjäger, denn er hat einen Gendefekt der selten ist. Es ist ein Albino-Delfin. Delfinschützer konnten mit Filmaufnahmen seine Gefangenschaft aufzeichnen. Während der kleine Delfin sofort ins nahe gelegene Delfinarium gebracht wurde, wurde die Mutter von Shoujo und ein Teil seiner Familie am 21. Januar abgeschlachtet. Ein paar Delfine wurden gefangen genommen und einige Delfine wurden frei gelassen, da alle Stationen bereits überfüllt waren.
Der Delfin wurde auf den Namen Shoujo getauft, ist aber auch unter dem Namen Angel bekannt.

Shiro – Delfinart: Commerson-Delfin

Am 23. November 2014 wurde ein weißer Commerson-Delfin gefangen und er wurde auf den Namen Shiro getauft. Zuerst wurde er als Rundkopf-Albino-Delfin bezeichnet, später stellte man aber fest, dass es sich um einen Commerson-Delfin handelt, der zwar überwiegend weiß ist, aber einen großen grauen Fleck aufweist. Somit ist Shiro zwar kein echter Albino, wird aber in Taiji so bezeichnet, da seine Haut doch ungewöhnlich viel Weiß-Anteil hat. Auch er dürfte viele tausende von Dollar wert sein. Auch seine Familie wurde abgeschlachtet.

Yuki – Delfinart: Rundkopfdelfin

Am 28. November 2014 wurde dann ein weißer als Albino bestätigter Rundkopfdelfin gefangen, er trägt nun den Namen Yuki. Unglaublich ist, dass gleich drei Delfine mit Gendefekt gefangen wurden, da diese Tiere eigentlich sehr selten sind.

Yuki wurde mit 4 weiteren Familienmitgliedern zusammen gefangen, die anderen vier Delfine wurden abgeschlachtet. Diese drei Delfine werden auf einen Wert von ca. 1,5 Millionen Dollar geschätzt. Scheinbar befinden sich aber noch alle drei im Walmuseum in Taiji und wurden noch nicht verkauft. Zumindest konnte ich nirgendwo etwas von einem Verkauf lesen.

Zu welcher Jahreszeit findet das Schlachten in Taiji statt?

Jedes Jahr vom 1. September bis 1. März werden sie in die Bucht getrieben, das restliche Jahr über auf hoher See geschlachtet. Das schlachten auf hoher See, findet aber nicht nur in Taiji statt, sondern überall in Japan.
Seit 2003 gibt es Aufzeichnungen, wann und wie viele Tiere in Taiji eingefangen oder getötet werden.

Hier die Ergebnisse Fangsaison 2012/2016 in Taiji:

Saison 2012/2013: gesamt 1.146 – 899 getötet – 247 Gefangenschaften
Saison 2013/2014: gesamt 992 – 834 getötet – 158 Gefangenschaften
Saison 2014/2015: gesamt 831 – 751 getötet – 80 Gefangenschaften
Saison 2015/2016: gesamt 763 – 652 getötet – 111 Gefangenschaften

Saison 2016/17 in Taiji:

Pazifische Weißstreifendelfine – 20 gefangen, 20 für Delfinarien
Blau-Weißer Delfin – 305 gefangen, 305 abgeschlachtet
Schlankdelfin – 167 gefangen, 32 für Delfinarien, 135 frei gelassen
Große Tümmler – 465 gefangen, 179 abgeschlachtet, 286 frei gelassen
Rundkopfdelfin – 259 gefangen, 248 abgeschlachtet, 11 frei gelassen
Kurzflossen-Grindwale – 59 gefangen, 42 abgeschlachtet, 1 für Delfinarien,  16 freigelassen
Kleine Schwertwale – kein Fang

Die freigelassenen Delfine überleben meistens nicht, sie sterben an Verletzungen oder sind noch zu klein um alleine zu überleben.

Die Fangzeit variiert aber von Jahr zu Jahr. Haben sie kurz vor Saisonende mehrere schlechte Tage, da das Wetter nicht mitspielt oder weil die Beute sehr gering ausfällt, dann wird die Fangsaison schon manchmal im Februar beendet. Haben sie aber zum Saisonende mehrere gute Fang-Tage, verlängern sie auch die Saison und jagen noch bis ca. Mitte April.

Auch die Anzahl der gefangenen Delfine geht Jahr für Jahr nach unten. Die Delfinjäger bekommen jedes Jahr eine bestimmte Fangquote von der Regierung zugesprochen (natürlich nach Absprache). Diese geht jedes Jahr um ein paar Tiere zurück. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass die Quoten von den Delfinjägern nicht mehr ausgenutzt werden können, da sie nicht mehr genug Tiere einfangen können. Ob es daran liegt, dass manche Arten bereits vor der Ausrottung stehen?

In ganz Japan betrug die genehmigte Fangquote 2009 noch 23 000 Tiere. Im Jahr 2016/2017 betrug die Fangquote für die Saison noch 14375 Tiere. Diese hohe Anzahl an Tieren wird unterteilt in die verschiedenen Delfinarten, den Orten wo gefangen wird und auf welche Art gefangen wird. In Taiji dürfen pro Saison zwischen 2000 und 2500 Delfine gefangen, getötet oder verkauft werden (variiert von Jahr zu Jahr). Diese Quote wird aber nicht immer erreicht.

Zahlen die mir vorliegen zeigen, dass in den Jahren 2000 – 2013 in Taiji – 19 092 Delfine gefangen wurden. Davon wurden 17 686 Delfine getötet und 1406 Delfine an Delfinarien verkauft. Die Dunkelziffer der getöteten Delfine liegt weitaus höher, denn bereits bei der Jagd getötete Delfine und die, die in der Bucht an ihren Verletzungen sterben, sowie die Jungtiere, die entweder ums Leben kommen, oder wieder im Meer ausgesetzt werden, zählen nicht zu den Fangquoten.

Ein ehemaliger Delfinjäger aus dem japanischen Küstenort Futo, Herr Izumi Ishii (siehe weiter unten) hat mir die Fangquoten für fast ganz Japan 2016/2017 der verschiedenen Ortschaften zukommen lassen. Vielen Dank dafür.
Stick bedeutet Walfang auf offener See und Drive Fishing bedeutet Abschlachtung in der Bucht.

14375 Tiere verteilen sich auf folgende Ortschaften:

Präfektur Hokkaido: 1056 Tiere – Methode: stick – Ortsname: Abashiri, Kushiro, Hakodate
Präfektur Iwate: 10703 Tiere – Methode: stick – Ortsname: abstinent period, Kamaishi
Präfektur Miyagi: 195 Tiere – Methode: stick – Ortsname: Ayukawa
Präfektur Shizuoka: 80 Tiere (die Freigabe gibt es noch, wird aber nicht in Anspruch genommen) – Methode: drive fishing  – (Abschlachtung wie in Taiji – Delfine wurden in eine Bucht getrieben) – Ortsname: Futo
Präfektur Wakayama: 1820 Tiere – Methode: drive fishing (Delfine werden in die Bucht getrieben) – 462 Tiere Methode: stick –
Ortsname: Taiji
Präfektur Okinawa: 59 Tiere – Methode: stick – Ortsname: Nago

Es fehlen noch zwei weitere Präfekturen, bei denen war es mir nicht möglich, Zahlen zu erfahren. Die genehmigten Quoten wurden nicht erreicht.

Um wieder nach Taiji zurück zu kommen; hier werden beide Jagdmethoden weiterhin praktiziert, die eine Methode Stick, die andere Drive Fishing. Stick bezieht sich auf das Jagen mit Booten im offenen Meer. Dort werden Wale und Delfine mit Netzen gefangen und abgestochen oder man sticht einfach nur so auf sie ein und holt sie an Bord (Walfang wie Norwegen/Island). Die Saison im offenen Meer startet, sobald die Saison in der Bucht beendet ist. Die Drive Fishing-Methode wird in der Bucht ausgeführt, es bedeutet Töten in Küstennähe/Bucht.

Das Töten nimmt also kein Ende; nur die Methode verändert sich. So werden auch die restlichen Monate in Taiji und anderen Präfekturen in Japan Delfine und Kleinwale getötet. Außerdem fängt Japan noch weitere Wale, in anderen Gewässern.

Ric O’Barry und Izumi-Ishii © Ric O’Barry Dolphin Project

Eine Ausnahme gibt es aber, in der Ortschaft Futo. Es gibt zwar eine genehmigte Quote von ca. 80 Tieren, diese werden aber laut Angaben von Herrn Izumi Ishii (ehemaliger Delfinjäger in Futo) seit Jahren nicht mehr in Anspruch genommen.Ganz im Gegenteil ist man in Futo dazu übergegangen, die Tiere zu schützen und stattdessen Whale Whatching Touren anzubieten. Dies ist zum großen Teil Herrn Izumi Ishii zu verdanken, der seinen Mitmenschen dort gezeigt hat, dass man auch mit dem Schützen der Tiere und Whale Watching, Geld verdienen kann.
Allerdings werden in der Nachbar-Ortschaft Ito weiterhin Delfine gefangen, abgerichtet und an Delfinarien verkauft. Ob dazu die Fangquote aus Futo genutzt wird, ist mir nicht bekannt. Es dürften aber auf keinen Fall Delfine aus Taiji sein, dazu besteht ja kein Grund. Wie mit den Tieren in Ito umgegangen wird entzieht sich meiner Kenntnis – ich bin aber am Recherchieren.

Was hat sich in all den Jahren verändert?

Nicht viel – Aktivisten lenken seit Jahren die Aufmerksamkeit über das Schlachten in Taiji auf die Weltbevölkerung. Es wird berichtet, dokumentiert, gefilmt und protestiert. Viele Menschen wissen was in Taiji vor sich geht. Doch leider ist alles beim Alten. Es wird weiterhin gemordet, gequält und verkauft. Nicht ein einziges Tier konnte deshalb gerettet werden.

Cove Monitor (Beobachter) © Ric O’Barry Dolphin Project

Nachdem der Film „Die Bucht“ ausgestrahlt wurde, wussten viele Menschen auf der Welt was dort vor sich geht. Es gab ein Ansturm der Entrüstung, das war bereits 2009. Meine Hoffnung lag ganz allein auf diesen Film. Doch leider hat auch das, nichts gebracht. Es gibt ein paar einzelne Tierschutz-Organisationen in Japan, die Proteste veranstalten doch auch das führt zu keiner Besserung.

Aber die Delfinjäger haben etwas verändert. Bedingt durch die Anteilnahme vieler tierliebender Menschen werden die Delfine nicht mehr für jedermann sichtbar umgebracht, sondern in einem kleineren Abschnitt der Bucht, die von Land aus nicht einzusehen ist. Dort sind nun große Planen gespannt und sobald die Tiere dort separiert worden sind, wird eine Art Vorhang zugezogen. Ganz toll!  Angeblich haben sie auch eine schmerzlosere Methode entwickelt, die Tiere zu töten. Hinter dieser Plane werden nun die Delfine mit einer Metallstange hinter halb ihres Blasloches abgestochen, das Loch wird mit einer Art Korken verschlossen, damit nicht „so viel“ Blut in den öffentlich sichtbaren Teil der Bucht laufen kann. Die Tötungsmethode wird von den Japanern als bessere und schmerzlosere Methode beschrieben. Das ist gelogen! Denn wie bereits belegt wurde, sterben die Tiere nicht sofort, sondern kämpfen minutenlang gegen ihren Tod an. Es ist weiterhin eine sehr schmerzhafte und grausame Art, Delfine zu töten!

Außerdem zeigen das Team von Ric O’Barry jedes Jahr Live Videos, die weiterhin belegen, wie wahllos auf die Tiere eingestochen wird, auch außerhalb dieser Plane.

Wie ist dieses Millionengeschäft möglich?

Großwale sind seit 1986 durch die IWC (International Whaling Commission) geschützt.

Darunter fallen aber nicht die Kleinwale und Delfine, zu denen mehrere Arten zählen. Somit ist es legal was Japan betreibt. Weiterhin ist es auch erlaubt, Walfang zu betreiben, wenn dieser zum Zwecke der Forschung ausgeübt wird. Deshalb kann man, von gesetzlicher Seite aus, nichts gegen diese Abschlachtung tun.

Jedes Jahr werden in Japan bis zu 16 000 Wale und Delfine abgeschlachtet. Auch wenn durch Störungen vieler Aktivisten immer wieder Tiere überleben, so etwas muss komplett aufhören. Japan soll sogar Ländervertreter die an der IWC teilnehmen bestechen, um wieder mehr Stimmen für den Walfang zu sammeln.

Der Kampf  gegen Taiji…

reicht so nicht aus. Es hat sich in all den Jahren fast nichts geändert.

Mittlerweile sollte man eine andere Strategie ausprobieren. Man muss die örtlichen japanischen Schutzorganisationen in Japan selbst unterstützen. Ich bin der Meinung, dass nur die einheimische Bevölkerung das Massaker stoppen kann.

Sobald sich Deutschland oder ein anderes Land einmischt, schaltet die japanische Regierung auf stur. Solange Delfinarien und Parks besucht werden, wird das Geschäft in Taiji ein Millionengeschäft bleiben. Taiji kann nur gestoppt werden, wenn die Menschen aufhören Delfinarien zu besuchen. Leider gibt es aber zu viele Menschen auf dieser Welt, denen entweder nichts an Tieren liegt, oder die sogar richtig freudig ein Delfinarium besuchen, obwohl sie genau wissen was dahintersteckt.

Warum es solche Menschen gibt, ist mir ein Rätsel. Es ist sehr traurig, dass die Leute einfach nicht für die Tiere einstehen. Es gibt aber auch viele Menschen, die nichts von den Abschlachtungen wissen und ich hoffe ein kleinen Beitrag leisten zu können, um dies zu ändern.

Ich glaube auch, dass es nicht möglich sein wird so viele Menschen zu überzeugen, Delfinarien nicht zu besuchen und deshalb wird die Nachfrage nach Delfinen niemals enden. Die Japaner haben auch eine völlig andere Einstellung zu Tieren, zwar nicht alle, aber ich denke, doch der überwiegende Teil. Doch aufgeben werde ich nicht, ich werde weiterhin tun was ich tun kann, um Taiji zu stoppen, wenn es auch leider nicht viel ist.

Was ihr tun könnt:

  • Besucht keine Delfinarien und Parks
  • Klärt andere Menschen über Taiji auf
  • Nimm nicht an Delfinschwimmen teil, die in geschlossenen Becken stattfinden
  • Erwähnt Delfinarien nicht positiv
  • Nimm nicht an Delfintherapien teil, die in geschlossenen Becken stattfinden
  • Unterschreibt Petitionen
  • Setzt euch auf Facebook oder andern Plattformen für Delfine ein
  • Fliege nicht mit Fluggesellschaften, die Delfine transportieren oder das Abschlachten verschiedener Länder unterstützen
  • Fahrt nicht mit Schifffahrt-Unternehmen die Inseln anfahren, die Delfine abschlachten, zum Beispiel TUI
  • Spenden Sie hier

Besucht folgende Webseiten und Informiert euch weiterhin:

Links:

Ric O’Barry Homepage
Ric O’Barry bei Facebook
Ric O’Barry: Der Film „die Bucht“.
Hans Peter Roth: Das Buch: Flippers grausames Erbe
Die Geschichte von Sea Shepherd und Taiji

Sei eine Stimme für die Stimmlosen:
Aktion DolphinProject: HelpJapanDolphins

Es gibt viele Facebook-Gruppen die sich mit Taiji beschäftigen, hier einige zur Auswahl:

boykott taiji
Never give up !!
FÜR die Meere – GEGEN Taiji
Voices for the Taiji Dolphins-Ideas into Action
Dolphins, Whales ~ Faroes, Taiji
Taiji Aktionsgruppe
STOP the Dolphin Slaughter in Taiji!!!
Saving the Dolphins of Taiji

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Walfang-Island

Walfang Island – Reykjavik Whale Watching mit gleichzeitiger Walabschlachtung!
Island jagt seit 2003 wieder Zwergwale (Minkwale) und die vom Aussterben bedrohten Finnwale. Die Zwergwale werden für den heimischen Verzehr, aber auch für den Tourismus gefangen. Finnwale werden nach Japan exportiert.

taiji-japan

Taiji – aktuell

Taiji Japan – die blutige Wahrheit!
Taiji aktuell – 2017 und 2018. Hier findet ihr die aktuelle Zahlen von den Delfin-Abschlachtungen und Gefangennahmen in Japan Taiji. Bitte keine Eintrittskarten für Delfinarien kaufen, denn damit unterstützt Ihr die Delfinmörder in Japan/Taiji, sie fangen und verkaufen Delfine an Delfinarien. Vielen Dank!

Delfinmord in Peru

Delfinmord in Peru. Massaker an Delfinen und Haien sowie illegaler Delfinfleischverkauf! Hier werden gleich zwei verschiedene Meeresbewohner grausam geschändet! Die Jagd auf Delfine in Peru ist verboten. Es werden aber immer noch bis zu 15.000 Delfine gejagt und getötet um Haie anzulocken.

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Färöer-Inseln! Jagd – höllische Qualen und Tod – über dieser Insel müsste eine Flagge mit Totenschädel schweben! Gibt es auch in Europa Jagd auf Delfine und Kleinwale? Ja, auf den dänischen Färöer-Inseln (Schafsinseln), die zwischen Island und Norwegen im Atlantik liegen. Die Opfer, überwiegend Grindwale.

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Walfang-Norwegen! Wale beobachten und Wale abschlachten, beides bietet Norwegen!
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Vorstellung: Das Buch: Die Bucht (The Cove) – Flippers grausames Erbe und der Film – Die Bucht (The Cove) – Oscar®-prämierten Dokumentarfilm! Nur wer den Film gesehen und das Bucht gelesen hat, kann sich ein vollständiges Bild über Japan/ Taiji machen. Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfinarien!

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